Begleitschreiben Schweiz – die Kurzantwort
Ein Begleitschreiben ist der Brief, der Ihrem Bewerbungsdossier vorangestellt wird. Es umfasst genau eine Seite und besteht aus sieben festen Bausteinen: Absenderblock, Empfängeradresse, Ort und Datum, Betreffzeile, Anrede, Haupttext und Grussformel mit Unterschrift. In der Schweiz sind die Begriffe Begleitschreiben, Motivationsschreiben und Anschreiben austauschbar – gemeint ist dasselbe Dokument. Bei premiumbewerbung.ch entsteht es als Teil des Dossiers, ab CHF 79, Lieferung in der Regel innerhalb eines Werktags als PDF und Word.
Diese Seite behandelt den formalen Aufbau: Wo steht was, wie lang darf es sein, welche Grussformel ist üblich, welches Dateiformat erwartet der Empfänger. Wenn Sie stattdessen wissen möchten, wie Sie inhaltlich überzeugen – also welche Argumente wirken und wie Sie Ihre Motivation belegen – finden Sie das auf der Seite zum Motivationsschreiben Schweiz. Beide Seiten ergänzen sich: hier die Form, dort der Inhalt.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Begleitschreiben?
- Begleitschreiben, Motivationsschreiben, Anschreiben
- Die sieben Bausteine im Überblick
- Absender, Empfänger, Datum
- Betreffzeile und Anrede
- Der Haupttext: drei Absätze
- Schlusssatz, Grussformel, Unterschrift
- Länge, Layout, Dateiformat
- Begleitschreiben in besonderen Situationen
- Die häufigsten Formfehler
- Checkliste vor dem Versand
- Begleitschreiben schreiben lassen
- Transparenz: Leistung und Grenzen
- Häufige Fragen
Was ist ein Begleitschreiben?
Das Begleitschreiben ist der einzige Teil Ihres Dossiers, der wie ein klassischer Geschäftsbrief aufgebaut ist. Es liegt dem Paket voran und erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig: Formal kündigt es an, worauf Sie sich bewerben und was dem Schreiben beiliegt. Inhaltlich beantwortet es die Frage, warum ausgerechnet Sie auf diese Stelle passen. Der Lebenslauf listet Fakten auf – das Begleitschreiben ordnet sie ein.
Der Name führt manchmal in die Irre. „Begleitschreiben" klingt nach Beipackzettel, nach einer Formalie, die man rasch abhakt. Tatsächlich ist es das erste Dokument, das eine Personalverantwortliche öffnet, und in vielen Fällen das einzige, das vollständig gelesen wird. Wer hier nicht überzeugt, dessen CV wird oft gar nicht mehr aufgeschlagen. Die Form entscheidet mit darüber, ob überhaupt gelesen wird – ein schief sitzender Absenderblock oder eine falsche Anrede kosten Aufmerksamkeit, bevor der erste Satz gewirkt hat.
Form: Absenderblock, Empfänger, Datum, Betreff, Anrede, Text, Gruss, Unterschrift. Diese Struktur ist standardisiert und wird erwartet. Sie ist Thema dieser Seite.
Inhalt: Welche Argumente Sie wählen, wie Sie Ihre Eignung belegen, wie Sie einen Bezug zum Unternehmen herstellen. Das behandelt die Seite zum Motivationsschreiben ausführlich.
Ein Begleitschreiben ist kein Selbstzweck. Es gehört zu einem vollständigen Bewerbungsdossier und wird zusammen mit Lebenslauf, Zeugnissen und – wenn gewünscht – einem Deckblatt eingereicht. Wer nur ein einzelnes Dokument überarbeitet, ohne die anderen anzupassen, erzeugt Brüche in Typografie und Tonalität. Genau deshalb entsteht bei uns immer das ganze Paket in einem Zug.
Begleitschreiben, Motivationsschreiben, Anschreiben – wo ist der Unterschied?
Kurz gesagt: Es gibt keinen. Alle drei Begriffe bezeichnen in der Schweizer Bewerbungspraxis dasselbe einseitige Dokument. Welcher Ausdruck verwendet wird, hängt von Branche, Betrieb und Gewohnheit ab. In Stelleninseraten begegnen Ihnen alle drei, gelegentlich auch „Bewerbungsschreiben". Verlangen Sie nicht mehr als eine Seite – auch nicht, wenn das Inserat einen Ausdruck verwendet, der nach mehr klingt.
| Begriff | Betont | Typisch bei |
|---|---|---|
| Begleitschreiben | Die Funktion als Brief zum Dossier | Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung |
| Motivationsschreiben | Die Beweggründe der bewerbenden Person | Hochschulen, Praktika, Führungspositionen |
| Anschreiben | Die Ansprache des Empfängers | Kaufmännische Berufe, Industrie |
| Bewerbungsschreiben | Den Anlass des Schreibens | Lehrstellen, Detailhandel |
Übernehmen Sie den Begriff aus dem Inserat. Steht dort „Begleitschreiben", nennen Sie Ihre Datei so. Das erleichtert dem Empfänger die Zuordnung und zeigt, dass Sie das Inserat gelesen haben. Für die Datei selbst gilt: sprechender Name, etwa „Begleitschreiben_Muster_Anna.pdf", nicht „Dokument_final_v2.pdf".
Die sieben Bausteine im Überblick
Ein Begleitschreiben folgt der Norm für Geschäftsbriefe. Diese Reihenfolge ist nicht Geschmackssache – Abweichungen fallen sofort auf und wirken unsicher. Wenn Sie eine Vorlage verwenden, prüfen Sie, ob alle sieben Elemente vorhanden sind und in dieser Abfolge stehen.
| Baustein | Inhalt | Position |
|---|---|---|
| Absenderblock | Name, Strasse, PLZ und Ort, Telefon, E-Mail | oben links |
| Empfängeradresse | Firma, Abteilung, Ansprechperson, Adresse | links, unter dem Absender |
| Ort und Datum | Wohnort, ausgeschriebenes Datum | rechts, auf Höhe der Adresse |
| Betreffzeile | Stellenbezeichnung, ggf. Referenznummer | fett, ohne das Wort „Betreff" |
| Anrede | Namentlich, wenn irgend möglich | eine Leerzeile unter dem Betreff |
| Haupttext | Einstieg, Hauptteil, Ausblick | drei Absätze, linksbündig |
| Gruss und Unterschrift | „Freundliche Grüsse", Signatur, Name | unten, darunter der Beilagenhinweis |
Begleitschreiben professionell erstellen lassen
Form und Inhalt aus einer Hand – abgestimmt auf Lebenslauf und Deckblatt. Senden Sie Ihre Angaben, das fertige Dossier liegt in der Regel innerhalb eines Werktags bereit.
Absender, Empfänger, Datum: der Briefkopf
Der Briefkopf wirkt banal und ist doch die häufigste Fehlerquelle. Der Absenderblock steht oben links und enthält Vor- und Nachname, Strasse mit Hausnummer, Postleitzahl und Ort, darunter Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Verzichten Sie auf Geburtsdatum, Zivilstand und Nationalität – diese Angaben gehören, wenn überhaupt, in den Lebenslauf, nicht in den Brief.
Die Empfängeradresse folgt darunter, ebenfalls linksbündig. Reihenfolge: Firmenname, dann Abteilung oder Ansprechperson, dann Strasse, dann Postleitzahl und Ort. Steht im Inserat eine namentliche Kontaktperson, gehört sie hierhin – und später in die Anrede. Fehlt sie, lohnt ein Blick auf die Website des Unternehmens oder ein kurzer Anruf. Der Aufwand von fünf Minuten ersetzt eine unpersönliche Anrede, die jedes Schreiben sofort um eine Stufe abwertet.
Ort und Datum stehen rechts, auf Höhe der Empfängeradresse oder eine Zeile darunter. Üblich ist die ausgeschriebene Form: „Zürich, 10. Juli 2026". Die rein numerische Variante ist zulässig, wirkt aber trockener. Achten Sie darauf, dass das Datum zum tatsächlichen Versandtag passt – ein Schreiben, das drei Wochen alt datiert ist, signalisiert, dass Sie es aus der Schublade geholt haben.
Verwenden Sie im gesamten Dossier dieselbe Kopfzeile. Wenn der Absenderblock im Begleitschreiben anders formatiert ist als im Lebenslauf, wirkt das Paket zusammengestückelt. Genau das ist der Grund, weshalb einzelne Dokumente aus verschiedenen Quellen selten gut zusammenpassen – und weshalb ein Dossier aus einem Guss stärker wirkt.
Betreffzeile und Anrede
Die Betreffzeile nennt in einer Zeile, worum es geht. Das Wort „Betreff" selbst schreibt man nicht mehr – es ist seit Jahrzehnten überholt. Richtig ist eine knappe Angabe der Stelle, ergänzt um die Referenznummer, falls das Inserat eine nennt: „Bewerbung als Fachfrau Gesundheit, 80 %, Ref. 4711". Die Zeile wird fett gesetzt, steht ohne Punkt am Ende und wird von je einer Leerzeile eingerahmt.
Bei der Anrede trennt sich Sorgfalt von Routine. Ein namentliches „Sehr geehrte Frau Bühler" schlägt jedes „Sehr geehrte Damen und Herren" um Längen. Nur wenn keine Ansprechperson zu ermitteln ist – etwa bei anonymen Ausschreibungen über Portale – greifen Sie zur allgemeinen Form. Kennen Sie den akademischen Titel, nennen Sie ihn: „Sehr geehrte Frau Dr. Bühler". Nach der Anrede steht ein Komma, der erste Satz beginnt klein.
| Variante | Wirkung | Wann verwenden |
|---|---|---|
| Sehr geehrte Frau Bühler, | Persönlich, aufmerksam | Immer, wenn der Name bekannt ist |
| Sehr geehrter Herr Dr. Weber, | Persönlich, respektvoll | Bei akademischem Titel |
| Sehr geehrte Damen und Herren, | Neutral, distanziert | Nur bei anonymer Ausschreibung |
| Guten Tag Frau Bühler, | Modern, weniger förmlich | Startups, Kreativbranche, Gastronomie |
| Liebe Frau Bühler, | Zu vertraulich | In einer Erstbewerbung nie |
Der Haupttext: drei Absätze, nicht mehr
Der Haupttext trägt das Schreiben und darf trotzdem nicht länger als drei Absätze sein. Jeder hat eine klare Aufgabe. Der Einstieg beantwortet, warum Sie sich melden – ohne den abgenutzten Satz „hiermit bewerbe ich mich". Nennen Sie stattdessen einen konkreten Anknüpfungspunkt: die ausgeschriebene Aufgabe, eine Entwicklung des Unternehmens, ein Gespräch an einer Messe.
Der Hauptteil belegt Ihre Eignung. Hier gilt die Regel, die in der Schweizer Bewerbungskultur alles entscheidet: Belege statt Behauptungen. „Ich bin teamfähig" überzeugt niemanden. „In der Umstellung auf das neue Kassensystem habe ich zwölf Mitarbeitende eingearbeitet" schon. Zwei bis drei solcher Belege genügen. Welche Sie wählen, hängt vom Inserat ab – greifen Sie die dort genannten Anforderungen der Reihe nach auf. Vertiefende Hinweise dazu finden Sie in den Bewerbungstipps und auf der Seite zur professionellen Bewerbung.
Der Ausblick schliesst mit einem Angebot, nicht mit einer Bitte. „Gerne stelle ich Ihnen meine Erfahrung in einem persönlichen Gespräch vor" ist selbstbewusst. „Über eine Einladung würde ich mich sehr freuen" ist devot und in dieser Formulierung millionenfach gelesen. Der Konjunktiv schwächt jeden Satz – vermeiden Sie ihn im gesamten Schreiben.
Schwach: „Hiermit bewerbe ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Sachbearbeiterin, die ich auf Ihrer Website gefunden habe."
Stark: „Ihre Ausschreibung nennt die Einführung eines neuen ERP-Systems als erste Aufgabe. Genau diesen Schritt habe ich in meiner jetzigen Funktion begleitet – von der Datenmigration bis zur Schulung der Abteilung."
Der zweite Einstieg sagt in zwei Sätzen mehr über die Eignung als der erste über die Existenz einer Website.
Einstieg: Anknüpfungspunkt statt Floskel. Hauptteil: zwei bis drei Belege, abgeleitet aus dem Inserat. Ausblick: ein Angebot im Indikativ. Insgesamt drei Absätze auf einer Seite.
Schlusssatz, Grussformel, Unterschrift
Die Grussformel lautet in der Schweiz „Freundliche Grüsse". Sie ist die Standardform und passt in jeder Branche. „Mit freundlichen Grüssen" ist ebenfalls korrekt, wirkt aber eine Spur formeller. „Beste Grüsse" oder „Herzliche Grüsse" gehören nicht in eine Erstbewerbung. Nach der Grussformel steht kein Komma.
Darunter folgt die Unterschrift. Bei einem digital eingereichten PDF ist eine eingescannte Signatur üblich und wirkt persönlicher als ein leerer Raum. Der ausgeschriebene Name steht darunter. Ganz zum Schluss steht der Beilagenhinweis – schlicht das Wort „Beilagen" und darunter eine kurze Aufzählung: Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Diplome. Das schafft Übersicht und ermöglicht dem Empfänger, sofort zu prüfen, ob etwas fehlt.
Grüsse mit ss, nie mit anderer Schreibweise. Kein Komma nach der Grussformel. Unterschrift eingescannt, nicht getippt. Beilagen kurz aufzählen, nicht kommentieren.
Länge, Layout, Dateiformat
Ein Begleitschreiben umfasst eine Seite. Nicht anderthalb, nicht zwei. Wer mehr braucht, hat nicht genug gekürzt. Als Richtwert gelten 250 bis 350 Wörter im Haupttext. Der Schriftgrad liegt bei 10 bis 11 Punkt, der Zeilenabstand bei 1,15 bis 1,3. Der Text ist linksbündig gesetzt, nicht im Blocksatz – Blocksatz erzeugt in schmalen Spalten hässliche Lücken.
Schrift und Farbwelt müssen mit dem Lebenslauf übereinstimmen. Wenn Ihr Lebenslauf eine serifenlose Schrift verwendet, tut das Begleitschreiben es auch. Diese Abstimmung ist der Hauptgrund, weshalb ein Dossier aus einer Hand geschlossener wirkt als eines, das aus verschiedenen Vorlagen zusammengesetzt wurde. Wer sich das gesamte Paket erstellen lassen möchte, findet die Möglichkeiten unter Bewerbung schreiben lassen.
| Merkmal | Richtwert | Hinweis |
|---|---|---|
| Umfang | Eine Seite, 250–350 Wörter | Drei Absätze im Haupttext |
| Schriftgrad | 10–11 Punkt | Identisch mit dem Lebenslauf |
| Zeilenabstand | 1,15–1,3 | Genug Luft zum Lesen |
| Ausrichtung | Linksbündig | Kein Blocksatz |
| Ränder | 2 bis 2,5 cm | Rundum gleich |
| Dateiformat | PDF an das Unternehmen | Word behalten Sie für Anpassungen |
| Dateiname | Begleitschreiben_Nachname_Vorname.pdf | Keine Versionsnummern |
Beim Versand fassen Sie sämtliche Dokumente zu einer einzigen PDF-Datei zusammen – Begleitschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, in dieser Reihenfolge. Bewerben Sie sich über ein Portal, halten Sie sich exakt an dessen Vorgaben; manche Systeme verlangen getrennte Dateien. Wie eine Bewerbung digital sauber eingereicht wird, beschreibt die Seite zum Bewerbungsservice online.
Begleitschreiben in besonderen Situationen
Die sieben Bausteine bleiben immer gleich. Was sich ändert, ist die Gewichtung im Hauptteil. Wer quer einsteigt, widmet zwei Sätze der Frage, welche Kompetenzen übertragbar sind, statt die alte Branche zu verteidigen. Wer sich ohne Berufserfahrung bewirbt, ersetzt Referenzen durch Belege aus Ausbildung, Praktika oder Freiwilligenarbeit.
Eine Lücke im Lebenslauf gehört in einen einzigen sachlichen Satz im Begleitschreiben – nicht in eine Rechtfertigung. Nach einer Trennung vom Arbeitgeber hilft die Seite zur Bewerbung nach Kündigung, nach einer längeren Genesung jene zur Bewerbung nach Krankheit. Wer nach einer Familienphase zurückkehrt, findet Formulierungshilfen unter Quereinstieg nach der Familienzeit, und wer mit langjähriger Erfahrung neu startet, unter Quereinstieg mit 50 plus.
Der Ton darf wärmer sein. Belege beziehen sich auf Patientenbetreuung und Verlässlichkeit im Team. Siehe Bewerbung für Pflegejobs und Motivationsschreiben Pflege.
Sachlich, mit Zahlen und Systemkenntnissen. Für Lernende und KV-Absolventen: KV Bewerbung, für Büroangestellte Bewerbung für Bürojobs.
Kundenkontakt und Verfügbarkeit zuerst. Details unter Detailhandel, Verkauf, Gastronomie und Coop und Migros.
Bei einer Lehrstelle gelten eigene Regeln: Der Text ist kürzer, die Motivation steht im Vordergrund, und die Eltern schreiben nicht mit. Hinweise dazu bündelt die Seite Bewerbung Ausbildung. Im Kundendienst wiederum zählt der Nachweis, dass Sie in schwierigen Gesprächen ruhig bleiben – ein Beleg dafür wiegt mehr als drei Adjektive.
Die häufigsten Formfehler
Inhaltliche Schwächen verzeiht ein Personalverantwortlicher eher als formale Nachlässigkeit. Ein falscher Firmenname ist kein Detail, sondern ein Signal. Die folgenden Fehler tauchen in der Praxis am häufigsten auf – und sind alle in wenigen Minuten behoben.
| Fehler | Wirkung | Korrektur |
|---|---|---|
| Alter Firmenname aus der letzten Bewerbung | Sofortige Absage | Vor dem Versand jedes Feld prüfen |
| „Sehr geehrte Damen und Herren" trotz genannter Kontaktperson | Wirkt unaufmerksam | Namen aus Inserat oder Website übernehmen |
| Zwei Seiten Text | Wird nicht zu Ende gelesen | Auf drei Absätze kürzen |
| Andere Schrift als im Lebenslauf | Dossier wirkt zusammengestückelt | Ein Layout für alle Dokumente |
| Konjunktiv im Schlusssatz | Schwächt die Aussage | „Gerne stelle ich mich vor" statt „würde ich mich freuen" |
| Getippter Name statt Unterschrift | Wirkt unfertig | Signatur einscannen und einfügen |
| Dateiname ohne Aussage | Erschwert die Zuordnung | Begleitschreiben_Nachname_Vorname.pdf |
Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: Wer sich auf mehrere Stellen bewirbt, arbeitet mit einer Grundfassung und passt sie an. Genau dabei entstehen die Fehler oben. Deshalb liefern wir jedes Dossier zusätzlich als Word-Datei – so ändern Sie Adressat, Betreff und den Einstiegsabsatz gezielt, ohne das Layout zu berühren. Wie dieser Ablauf funktioniert, zeigt die Seite Ablauf.
Checkliste vor dem Versand
Zehn Punkte, die vor jedem Versand geprüft gehören. Sie decken die Fehler ab, die nichts mit Ihrer Qualifikation zu tun haben und trotzdem zur Absage führen.
- Firmenname, Ansprechperson und Adresse stimmen mit dem Inserat überein
- Die Betreffzeile nennt Stelle und, falls vorhanden, die Referenznummer
- Die Anrede ist namentlich, sofern ein Name ermittelbar war
- Der Haupttext besteht aus drei Absätzen und passt auf eine Seite
- Jede behauptete Stärke ist mit einem Beispiel belegt
- Der Schlusssatz steht im Indikativ, nicht im Konjunktiv
- Grussformel „Freundliche Grüsse", kein Komma dahinter
- Unterschrift eingescannt, Name darunter ausgeschrieben
- Beilagenhinweis vorhanden und vollständig
- Schrift, Grad und Kopfzeile identisch mit dem Lebenslauf
Die Form eines Begleitschreibens ist standardisiert und deshalb schnell zu beherrschen. Sie ist keine Kür, sondern die Voraussetzung dafür, dass der Inhalt überhaupt gelesen wird.
Begleitschreiben schreiben lassen
Wer die Form kennt, hat die halbe Arbeit erledigt. Die andere Hälfte – die richtigen Belege auswählen, sie in drei Absätze bringen und dabei den eigenen Werdegang von aussen betrachten – kostet erfahrungsgemäss mehrere Anläufe. Genau hier setzt unser Bewerbungsservice an. Grundlage sind Ihre Angaben: bisheriger Werdegang, Kenntnisse und, wenn vorhanden, das Stelleninserat.
Sie erhalten das Begleitschreiben nicht isoliert, sondern abgestimmt auf Lebenslauf und, auf Wunsch, Deckblatt. Dieselbe Kopfzeile, dieselbe Schrift, dieselbe Tonalität. Die Pakete beginnen bei CHF 79; welcher Umfang zu Ihrer Situation passt, zeigt die Seite Pakete & Preise. Wer nur ein einzelnes Dokument benötigt, findet unter Lebenslauf schreiben lassen die entsprechende Variante, wer das Gesamtpaket sucht, unter Bewerbung erstellen lassen oder Bewerbung vom Profi schreiben lassen.
Bestehende Unterlagen oder eine stichwortartige Übersicht Ihrer Stationen, dazu das Inserat. Der Weg führt über das Kontaktformular.
Form und Inhalt entstehen zusammen. Rückfragen werden gebündelt gestellt, nicht tröpfchenweise.
PDF für den Versand, Word für alle künftigen Bewerbungen. In der Regel innerhalb eines Werktags.
Transparenz: Leistung, Nutzen und Grenzen
Diese Seite richtet sich an Personen in der Schweiz, die ein Begleitschreiben verfassen oder verfassen lassen möchten und wissen wollen, wie es formal aufgebaut ist. Erklärt werden die sieben Bausteine, Briefkopf, Betreff, Anrede, Haupttext, Grussformel, formale Richtwerte zu Länge und Layout sowie die häufigsten Formfehler.
Der Nutzen liegt darin, dass Sie nach der Lektüre ein formal korrektes Schreiben erstellen können – und im Auftragsfall ein Dokument erhalten, das mit Ihrem übrigen Dossier zusammenpasst. Die Inhalte beruhen auf der laufenden Erstellung von Bewerbungsunterlagen für Schweizer Arbeitgeber.
Wir erfinden keine Qualifikationen, Abschlüsse oder Berufsstationen. Es findet keine Stellenvermittlung statt, und es wird keine arbeitsrechtliche Beratung erteilt – etwa zu Kündigungsfristen, Arbeitszeugnissen oder Vertragsklauseln. Für solche Fragen wenden Sie sich an eine Rechtsberatung oder Ihre Gewerkschaft. Die Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung. Ob eine Bewerbung erfolgreich ist, hängt neben den Unterlagen von Faktoren ab, die ausserhalb unseres Einflusses liegen; eine Zusage kann daher nicht versprochen werden.
Offene Punkte klärt die FAQ-Seite. Die vertragliche Grundlage steht in den AGB, der Umgang mit Ihren Angaben in der Datenschutzerklärung. Ihre Daten werden ausschliesslich für die Erstellung Ihrer Unterlagen verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.
Häufige Fragen zum Begleitschreiben
Ist ein Begleitschreiben dasselbe wie ein Motivationsschreiben?
Ja. In der Schweizer Bewerbungspraxis bezeichnen Begleitschreiben, Motivationsschreiben, Anschreiben und Bewerbungsschreiben dasselbe einseitige Dokument. Übernehmen Sie den Begriff, den das Stelleninserat verwendet.
Wie lang darf ein Begleitschreiben sein?
Eine Seite, im Haupttext etwa 250 bis 350 Wörter in drei Absätzen. Zwei Seiten werden in der Regel nicht zu Ende gelesen.
Wie heisst die richtige Grussformel?
„Freundliche Grüsse" ist die Standardform und passt in jeder Branche. „Mit freundlichen Grüssen" ist ebenfalls korrekt, wirkt eine Spur formeller. Nach der Grussformel steht kein Komma.
Was schreibe ich, wenn keine Ansprechperson genannt ist?
Suchen Sie zuerst auf der Unternehmenswebsite oder rufen Sie kurz an. Erst wenn sich niemand ermitteln lässt, verwenden Sie „Sehr geehrte Damen und Herren". Eine namentliche Anrede hebt jedes Schreiben spürbar an.
Gehört das Wort „Betreff" in die Betreffzeile?
Nein. Die Zeile nennt direkt die Stelle und, falls vorhanden, die Referenznummer – fett gesetzt, ohne Punkt am Ende. Zum Beispiel: Bewerbung als Sachbearbeiterin Buchhaltung, 80 %, Ref. 4711.
Muss ich das Begleitschreiben unterschreiben?
Bei einem digital eingereichten PDF fügen Sie eine eingescannte Unterschrift ein und schreiben den Namen darunter aus. Ein rein getippter Name wirkt unfertig.
Wie gehe ich mit einer Lücke im Lebenslauf um?
Ein einziger sachlicher Satz im Haupttext genügt – Weiterbildung, Betreuungsaufgabe, berufliche Neuorientierung. Keine Rechtfertigung, keine Entschuldigung. Ausführlich behandelt das die Seite Bewerbung nach Kündigung.
Kann ich ein Begleitschreiben für mehrere Bewerbungen verwenden?
Das Grundgerüst ja, den Einstiegsabsatz nicht. Adressat, Betreffzeile und der erste Absatz müssen zur jeweiligen Stelle passen. Weil Sie Ihre Unterlagen zusätzlich als Word-Datei erhalten, ist diese Anpassung eine Sache von Minuten.
Was kostet es, ein Begleitschreiben schreiben zu lassen?
Die Pakete beginnen bei CHF 79. Der Preis richtet sich danach, ob Sie ein Einzeldokument oder ein abgestimmtes Dossier mit Lebenslauf und Deckblatt wünschen. Details stehen auf der Seite Pakete & Preise.
Ihr Begleitschreiben, abgestimmt auf das ganze Dossier
Beschreiben Sie kurz Ihre Situation und die Wunschstelle. Sie erhalten eine Rückmeldung mit dem passenden Paket – ohne Termin, ohne Verpflichtung.
Sie möchten zuerst einzelne Bereiche ansehen? Dann finden Sie hier weitere Informationen zur Schweizer Bewerbung, zum Lebenslauf, zum Motivationsschreiben und zum Deckblatt.
Weitere passende Seiten
Rund um Ihr Begleitschreiben finden Sie hier weitere Themen und Leistungen.
Die inhaltliche Seite: welche Argumente wirken und wie Sie Ihre Eignung belegen.
Zwei Seiten, Kompetenzen früh sichtbar – so ist der CV aufgebaut.
Der professionelle Einstieg mit Foto, Kontaktdaten und Zielposition.
Das komplette Dossier aus einer Hand, ab CHF 79 und meist in einem Werktag.
Was ins Dossier gehört, in welcher Reihenfolge und was getrost fehlen darf.
Aufbau, Umfang und Tonalität eines Dossiers, das hier erwartet wird.
Praxishinweise, auf die Personalverantwortliche besonders achten.
Ein durchgängiges Layout, das Begleitschreiben und Lebenslauf verbindet.
Leistungsumfang und Kosten im direkten Vergleich, ab CHF 79.