Sprachkenntnisse angeben – die Kurzantwort
Pro Sprache eine Zeile mit Niveau und kurzer Einordnung: «Französisch – B2, sicher in Gesprächen und Korrespondenz». Verwenden Sie die Stufen A1 bis C2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens – keine Punkte, Sterne oder Balken. Grafiken sind nicht überprüfbar, jede Person füllt sie anders aus, und automatische Auswertungen lesen sie gar nicht. Ordnen Sie absteigend nach Niveau, nicht alphabetisch, und nennen Sie bei Diplomen immer das Jahr. Die wichtigste Regel: Nur angeben, was im Gespräch hält – ein Wechsel in die betreffende Sprache mitten im Interview ist üblich.
Sprachen sind die Rubrik, in der am meisten geschönt wird – und die einzige, die sich in dreissig Sekunden überprüfen lässt. Genau das macht sie gefährlich: Ein übertriebenes Niveau bringt Sie ins Gespräch und dort zu Fall, und der Schaden bleibt nicht bei der Sprache. Wer bei einer nachprüfbaren Angabe übertreibt, wird auch bei den übrigen hinterfragt. Diese Seite zeigt, wie Sie Ihre Kenntnisse so darstellen, dass sie präzise, glaubwürdig und maschinenlesbar sind. Wer die Einordnung abgeben möchte, findet sie im Bewerbungsservice.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Balken schaden
- A1 bis C2 – was die Stufen bedeuten
- Sich selbst richtig einschätzen
- Musterzeilen für jede Sprache
- Wo die Rubrik steht
- Schweizerdeutsch und Hochdeutsch
- Schulfranzösisch und eingerostete Sprachen
- Diplome: nennen, datieren, beilegen?
- Wie geprüft wird
- Drei Fälle aus der Praxis
- Die häufigsten Fehler
- Checkliste vor dem Versand
- Transparenz: Leistung und Grenzen
- Häufige Fragen
Warum Balken schaden
Sie sehen ordentlich aus, sie füllen Platz, sie wirken modern – und sie richten drei Schäden gleichzeitig an.
Sie sagen nichts aus
Vier von fünf Punkten bei Englisch: Was bedeutet das? Bei der einen Person heisst es «ich lese Fachartikel und telefoniere täglich», bei der anderen «ich habe in den Ferien bestellt». Der fünfte Punkt bleibt undefiniert – niemand weiss, woran gemessen wird. Eine Skala ohne Massstab ist keine Information, sondern Dekoration.
Sie sind maschinell unsichtbar
Viele Dossiers laufen zuerst durch eine automatische Auswertung. Sucht sie nach «Französisch B2», findet sie einen Balken nicht – er ist eine Grafik oder eine Kette von Sonderzeichen ohne Bedeutung. Ihre Sprachkenntnis existiert für das System schlicht nicht. Was maschinenlesbare Unterlagen sonst noch ausmacht, steht unter ATS-Lebenslauf.
Sie verschenken Platz
Eine Balkengrafik braucht eine halbe Zeile Breite und liefert null Zusatzinformation. Dieselbe Fläche als Text ergibt: «Englisch – C1, Fachdiskussionen und Verhandlungen sicher». Das ist überprüfbar, filterbar und aussagekräftig. Auf zwei Seiten ist jeder Zentimeter Argumentationsfläche – wie er eingeteilt wird, zeigen die Lebenslaufvorlagen und der moderne Lebenslauf.
- «Deutsch – Muttersprache»
- «Englisch – C1, verhandlungssicher»
- «Französisch – B1, Alltag und einfache Korrespondenz»
- «Italienisch – A2, Grundkenntnisse»
- Niveau immer als Text, nie als Bild
- Englisch ●●●●○
- Französisch ★★★☆☆
- Balken ohne Beschriftung
- Prozentangaben: «Englisch 80 %»
- «Gut», «sehr gut», «fliessend» ohne Stufe
Ein Balken ist eine Behauptung ohne Massstab. Eine Stufe ist eine Aussage, die jede Person gleich versteht – und die eine Maschine findet.
A1 bis C2 – was die Stufen bedeuten
Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen ist der einzige verbreitete Massstab, den Personalverantwortliche kennen. Er beschreibt nicht Vokabelzahlen, sondern was Sie tun können.
| Stufe | Was Sie damit können | Formulierung im Lebenslauf |
|---|---|---|
| A1 | Sich vorstellen, einzelne Sätze | «Grundkenntnisse (A1)» – oder weglassen |
| A2 | Einfache Alltagssituationen bewältigen | «Grundkenntnisse (A2)» |
| B1 | Vertraute Themen, einfache Arbeitsgespräche | «B1, Alltag und einfache Korrespondenz» |
| B2 | Arbeitsalltag inklusive Telefon und Sitzungen | «B2, sicher in Gesprächen und Korrespondenz» |
| C1 | Fachdiskussionen, Verhandlungen, Präsentationen | «C1, verhandlungssicher» |
| C2 | Nahezu wie eine Muttersprache | «C2» oder «zweite Muttersprache» |
| — | Erstsprache, von Kindheit an | «Muttersprache» |
Begriffe wie «gut», «sehr gut», «fliessend» oder «verhandlungssicher» sind Selbsteinschätzungen ohne Massstab – jede Person meint etwas anderes damit. Sie funktionieren nur als Ergänzung zur Stufe, nie als Ersatz. «C1, verhandlungssicher» ist präzise. «Verhandlungssicher» allein ist eine Behauptung.
Sich selbst richtig einschätzen
Die meisten schätzen sich in eine von zwei Richtungen falsch ein – und beide kosten. Wer übertreibt, fällt im Gespräch auf. Wer untertreibt, wird ausgefiltert, obwohl die Sprache reichen würde.
Der ehrliche Test in drei Fragen: Könnten Sie in dieser Sprache ein unvorbereitetes Telefonat mit einem Kunden führen, bei dem es um etwas geht? Könnten Sie eine E-Mail schreiben, die niemand nachkorrigieren muss? Verstehen Sie ein Gespräch zwischen zwei Muttersprachlern, die sich nicht auf Sie einstellen? Dreimal Ja ist mindestens B2. Zweimal Ja ist B1 bis B2. Einmal oder keinmal ist A2 bis B1.
Das Telefon ist dabei der härteste Prüfstein und deshalb der beste Massstab: keine Mimik, keine Zeit zum Nachschlagen, oft schlechte Verbindung und ein Gegenüber, das kein Rücksicht nimmt. Wer telefonieren kann, kann fast alles – wer es nicht kann, sollte kein C1 schreiben, auch wenn der Wortschatz gross ist. Für Funktionen mit viel Kundenkontakt, etwa im Kundendienst oder im Detailhandel, ist genau das die entscheidende Fähigkeit.
Es ist völlig normal, eine Sprache besser zu verstehen als zu sprechen – besonders bei Landessprachen und Dialekten. Das dürfen Sie schreiben, es macht die Angabe glaubwürdiger statt schwächer: «Italienisch – gutes Verständnis (B2), aktiv A2 bis B1». Wer diese Unterscheidung macht, zeigt, dass er seine Kenntnisse kennt – und das ist selbst eine Qualifikation.
Musterzeilen für jede Sprache
Alle Beispiele funktionieren ohne Rückfrage – das ist der einzige Massstab.
Die Reihenfolge ist absteigend nach Niveau, nicht alphabetisch und nicht nach Sympathie. Zuoberst die Muttersprache, zuunterst die Grundkenntnisse. Eine Sprache auf A1 gehört meist gar nicht in den Lebenslauf – sie füllt eine Zeile, ohne etwas zu belegen. Ausnahme: Das Inserat nennt sie ausdrücklich, dann zeigt selbst A2 die Bereitschaft, in diese Richtung zu gehen.
Wo die Rubrik steht
Standard ist eine eigene Rubrik nach der Ausbildung, meist direkt vor den IT-Kenntnissen. Ist die Sprache aber das zentrale Kriterium der Stelle, gehört sie zusätzlich nach oben ins Kurzprofil auf die erste Seite – denn dort wird entschieden, ob Seite zwei überhaupt gelesen wird.
| Situation | Platz | Warum |
|---|---|---|
| Sprache ist Nebenkriterium | Eigene Rubrik, Seite zwei | Vollständigkeit ohne Aufmerksamkeitsdiebstahl |
| Inserat verlangt die Sprache ausdrücklich | Zusätzlich ins Kurzprofil | Wird in den ersten Sekunden gesehen |
| Zweisprachige Funktion | Kurzprofil und Rubrik | Beantwortet das Hauptkriterium sofort |
| Sprache im Beruf angewendet | Zusätzlich beim Stelleneintrag | Anwendung schlägt Selbsteinschätzung |
| Nur Grundkenntnisse | Rubrik, unterste Zeile | Ehrlich, aber ohne Gewicht |
«Französisch – B2» ist eine Behauptung. «Betreuung der Westschweizer Kundschaft, Korrespondenz und Telefonate auf Französisch» beim Stelleneintrag ist ein Beweis. Wo immer Sie eine Sprache tatsächlich angewendet haben, gehört das in die Berufserfahrung – die Rubrik fasst dann nur noch zusammen. Wie Stationen beschrieben werden, zeigt die Seite zum CV.
Schweizerdeutsch und Hochdeutsch
Ein Punkt, den viele Vorlagen aus dem Ausland nicht kennen – und der hier je nach Funktion über die Einladung entscheidet. In Berufen mit direktem Kontakt zu Kundschaft, Patienten oder Team ist Dialektverständnis eine echte Anforderung, keine Nettigkeit.
Wenn Dialekt Ihre Erstsprache ist
Dann brauchen Sie keine Extrazeile: «Deutsch – Muttersprache» genügt und schliesst den Dialekt ein. Eine separate Nennung wirkt nur dann sinnvoll, wenn im Inserat ausdrücklich danach gefragt wird – etwa in der Pflege oder im Verkauf, wo der Kontakt mit älteren Menschen zentral ist.
Wenn Sie zugezogen sind
Hier lohnt sich die Angabe fast immer – und zwar ehrlich getrennt nach Verstehen und Sprechen. «Schweizerdeutsch – gutes Verständnis, Antwort auf Hochdeutsch» ist eine völlig übliche und akzeptierte Konstellation. Sie beantwortet genau die Frage, die im Kopf der lesenden Person entsteht: Funktioniert der Alltag im Team? Wer diese Zeile weglässt, überlässt die Antwort der Fantasie – und die fällt selten grosszügig aus.
Wenn Sie es noch nicht verstehen
Dann lassen Sie die Zeile weg und schreiben stattdessen, was stimmt: «Deutsch – C1». Ein aktiver Hinweis auf fehlendes Dialektverständnis schafft ein Problem, das im Verfahren vielleicht nie aufgetaucht wäre. Was in solchen Ausgangslagen sonst hilft, zeigt die Seite Bewerbung ohne Sprachkenntnisse.
Die Sorge, ohne Dialekt chancenlos zu sein, ist meist übertrieben. In den meisten Büro-, Technik- und Fachfunktionen wird Hochdeutsch problemlos akzeptiert; entscheidend ist, dass Sie verstehen, was am Tisch gesprochen wird. Genau darum ist die Unterscheidung zwischen passivem Verständnis und aktivem Sprechen so nützlich.
Schulfranzösisch und eingerostete Sprachen
Die klassische Falle: Sechs Jahre Französisch in der Schule, seither nichts mehr – und im Lebenslauf steht «Französisch: gut». Das ist keine Lüge im Vorsatz, sondern eine ungeprüfte Erinnerung. Nur hilft das im Gespräch nicht.
Die ehrliche Variante: «Französisch – Grundkenntnisse (A2), Schulkenntnisse ohne regelmässige Anwendung». Das ist besser als Weglassen, weil es zeigt, dass eine Basis da ist. Und es ist unendlich viel besser als ein B2, das im Gespräch zerfällt. Sprachkenntnisse verfallen – niemand rechnet Ihnen das an, aber alle rechnen Ihnen an, wenn Sie es nicht wissen.
Wer die Sprache gerade auffrischt, hat die bessere Karte: «Französisch – B1, Auffrischung seit 2025» zeigt Basis, Selbsteinschätzung und Initiative in einer Zeile. Das ist für die meisten Stellen ein stärkeres Signal als ein statisches B2, denn es beantwortet auch die Frage nach der Entwicklungsbereitschaft – ein Punkt, der besonders bei Quereinsteigenden und beim Einstieg nach der Ausbildung zählt.
Diplome: nennen, datieren, beilegen?
Ein Sprachdiplom ist ein Beleg – aber ein verderblicher. Es dokumentiert ein Niveau zu einem Zeitpunkt, nicht heute.
| Sprache | Verbreitete Diplome | Im Lebenslauf |
|---|---|---|
| Englisch | Cambridge (B2 First, C1 Advanced), IELTS, TOEFL, TELC | Name, Stufe, Jahr |
| Französisch | DELF (A1–B2), DALF (C1–C2), TELC | Name, Stufe, Jahr |
| Deutsch | Goethe-Zertifikat, TELC, TestDaF | Name, Stufe, Jahr |
| Italienisch | CELI, PLIDA, TELC | Name, Stufe, Jahr |
| Ohne Diplom | — | Stufe trotzdem angeben, mit Einordnung |
Immer das Jahr nennen. Ein Zertifikat von 2009 ohne spätere Anwendung sagt über Ihr heutiges Niveau wenig – und wenn das Jahr fehlt, wirkt das schnell wie ein Verstecken. Steht es da, ist alles gesagt: Wer ein C1 von 2009 nennt und seither in der Sprache arbeitet, hat einen starken Eintrag. Wer es nennt und seither nichts damit gemacht hat, schreibt ehrlicher «C1 (2009), seither wenig angewendet – aktuell etwa B2».
Beilegen? Nur, wenn das Inserat die Sprache verlangt und das Diplom aktuell genug ist, um etwas zu beweisen. Ohne Sprachanforderung bleibt es draussen – die Beilagen enthalten das, was zur Stelle passt, nicht alles, was vorhanden ist. Kein Diplom zu haben ist übrigens kein Problem: Die grosse Mehrheit aller Sprachangaben in Lebensläufen beruht auf Selbsteinschätzung, und das ist akzeptiert – solange sie stimmt.
Wie geprüft wird
Sprachkenntnisse sind die einzige Angabe im Dossier, die sich ohne Aufwand überprüfen lässt. Das passiert nicht immer – aber wenn, dann ohne Vorwarnung.
Der typische Ablauf: Sie sprechen zwanzig Minuten über Ihren Werdegang, dann sagt jemand «On peut continuer en français?» und lehnt sich zurück. Wer B2 geschrieben hat und B2 kann, sagt einfach «Bien sûr» und redet weiter. Wer C1 geschrieben hat und B1 kann, verliert in diesem Moment nicht nur die Stelle – sondern die Glaubwürdigkeit jeder anderen Angabe im Dossier. Eine ehrliche B1-Angabe hat noch nie so viel Schaden angerichtet wie ein widerlegtes C1.
Das Problem ist nicht die Sprache, sondern was daraus folgt. Wenn eine überprüfbare Angabe nicht stimmt, entsteht sofort die Frage nach den nicht überprüfbaren: Stimmen die Aufgaben in der letzten Stelle? Die Führungsspanne? Der Grund für den Wechsel? Aus einem Sprachniveau wird ein Zweifel am ganzen Dossier – und der lässt sich in einem Gespräch nicht mehr ausräumen.
Drei Fälle aus der Praxis
Typische Konstellationen aus der Dossier-Arbeit, in den Details verändert.
Die Situation: Im Lebenslauf stand eine hübsche Grafik: Deutsch fünf Punkte, Französisch vier, Englisch drei. Ihr Französisch war tatsächlich solide – sie hatte drei Jahre für einen Westschweizer Kunden gearbeitet.
Was ankommt: Beim automatischen Abgleich nach «Französisch B2» tauchte sie nicht auf. Ihre stärkste Qualifikation für diese Stelle war im Dossier technisch nicht vorhanden – und die Anwendung stand nirgends.
Die Situation: Sein Hochdeutsch war ausgezeichnet, Dialekt verstand er gut. Im Lebenslauf stand nur «Deutsch – C1». Auf der Baustelle wird Dialekt gesprochen, und genau diese Frage blieb offen.
Was ankommt: Ein Fragezeichen. Nicht bösartig, aber praktisch: Versteht er die Anweisung des Poliers? Ohne Antwort im Dossier wird die Frage im Gespräch gestellt – und dort wirkt sie plötzlich wie ein Einwand.
Die Situation: Sein Englisch war ordentlich – Mails, Fachartikel, Small Talk. «Verhandlungssicher» stand im CV, weil es dort halt so steht.
Was ankommt: Im Zweitgespräch wechselte der künftige Vorgesetzte ins Englische und stellte eine Fachfrage. Es folgten zehn zähe Minuten. Die Absage begründete sich nicht mit der Sprache, sondern mit «Passung» – das höfliche Wort dafür, dass ein Zweifel entstanden war.
Die häufigsten Fehler
| Fehler | Wie es sich auswirkt | Besser |
|---|---|---|
| Balken, Punkte, Sterne | Nicht messbar, maschinell unsichtbar | Stufe als Text |
| «Gut» ohne Stufe | Jede Person versteht etwas anderes | «B1» plus kurze Einordnung |
| Niveau zu hoch angegeben | Fällt im Gespräch auf, Zweifel am ganzen Dossier | Ehrliche Stufe, notfalls tiefer |
| Niveau zu tief angegeben | Ausgefiltert, obwohl die Sprache reichen würde | Am Telefontest messen |
| Diplom ohne Jahr | Wirkt wie Verstecken | Jahr immer nennen |
| Schulkenntnisse als «gut» verkauft | Zerfällt bei der ersten Frage | «Grundkenntnisse (A2), ohne regelmässige Anwendung» |
| Dialekt nicht erwähnt bei Zuzug | Offene Frage im Kopf der Lesenden | Verstehen und Sprechen trennen |
| Sprachen alphabetisch sortiert | Grundkenntnisse stehen zuoberst | Absteigend nach Niveau |
| Anwendung nur in der Rubrik | Behauptung ohne Beleg | Zusätzlich beim Stelleneintrag nennen |
| A1-Sprachen aufgelistet | Füllt Zeilen ohne Aussage | Weglassen |
Der rote Faden: Sprachangaben scheitern nicht am Niveau, sondern an der Unschärfe. Eine präzise B1-Angabe ist stärker als ein vages «gut» und viel stärker als ein unbelegtes C1. Wenn Sie unsicher sind, wie Ihre Rubrik wirkt, übernimmt die Einordnung auch der Service: Bewerbung schreiben lassen oder das vollständige Dossier.
Checkliste vor dem Versand
- Steht jedes Niveau als Text – ohne Balken, Punkte oder Prozente?
- Ist bei jeder Sprache eine Stufe von A1 bis C2 genannt?
- Ergänzt eine kurze Einordnung die Stufe («sicher in Korrespondenz»)?
- Sind die Sprachen absteigend nach Niveau sortiert?
- Hält jede Angabe dem Telefontest stand?
- Steht bei Diplomen das Jahr?
- Ist bei Zuzug das Dialektverständnis erwähnt?
- Sind passives Verstehen und aktives Sprechen getrennt, wo sie auseinanderliegen?
- Taucht die Sprache dort auf, wo Sie sie angewendet haben – in der Berufserfahrung?
- Steht die im Inserat verlangte Sprache auch im Kurzprofil?
- Fehlen A1-Sprachen ohne Bezug zur Stelle?
Stellen Sie sich vor, Ihr Gegenüber wechselt beim Lesen jeder Zeile spontan in diese Sprache. Bei welcher Zeile wird Ihnen mulmig? Genau diese Zeile ist zu hoch angesetzt.
Transparenz: Leistung und Grenzen
Für wen diese Seite gedacht ist: für Personen, die ihre Sprachkenntnisse im Lebenslauf so darstellen möchten, dass sie verstanden, gefunden und im Gespräch bestätigt werden – vom Berufseinstieg bis zur Fach- und Führungsfunktion, mit und ohne Diplome.
Was hier erklärt wird: warum grafische Skalen schaden, was die Stufen A1 bis C2 im Arbeitsalltag bedeuten, wie eine realistische Selbsteinschätzung gelingt, wie Dialekt, Schulwissen und Diplome eingeordnet werden, wo die Rubrik steht und an welchen Stellen im Verfahren Sprachkenntnisse geprüft werden.
Was bewusst nicht angeboten wird: keine Sprachprüfung und keine Niveaubescheinigung. Wir können und dürfen Ihr Niveau nicht feststellen – die Einstufung nehmen Sie selbst vor, verbindlich beurteilen sie nur anerkannte Prüfungsstellen und Sprachschulen. Ebenso keine Rechtsberatung: Fragen zu Sprachanforderungen bei Bewilligungen, zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder zu Diskriminierung im Bewerbungsverfahren gehören zu den zuständigen Stellen oder einer Fachberatung.
Wo die Grenzen liegen: Die Zuordnungen zwischen Stufen und Alltagssituationen sind Orientierungshilfen, keine amtlichen Definitionen; massgebend sind die Beschreibungen des Referenzrahmens selbst. Welches Niveau eine Stelle tatsächlich verlangt, entscheidet der Betrieb – dieselbe Bezeichnung kann in zwei Inseraten Unterschiedliches meinen. Eine präzise Angabe verhindert Missverständnisse und Fehlfilterungen, sie ersetzt keine Sprachkompetenz.
Woher die Beispiele stammen: aus der laufenden Arbeit an Bewerbungsdossiers für Kundinnen und Kunden aus Handel, Technik, Verwaltung, Marketing und Pflege. Namen und Details sind verändert, die Muster nicht. Den Ablauf finden Sie unter Ablauf, die Konditionen unter Pakete & Preise, weitere Antworten in der FAQ.
Aus Balken werden Aussagen
Schicken Sie uns Ihren bisherigen Lebenslauf und das Inserat – Ihre Sprachkenntnisse werden so eingeordnet, dass sie gefunden werden und im Gespräch halten. Fertig in 1 Werktag, als PDF und Word.
Passend dazu: Lebenslauf, ATS-Lebenslauf und Bewerbung ohne Sprachkenntnisse.
Häufige Fragen zu Sprachkenntnissen im Lebenslauf
Wie gebe ich Sprachkenntnisse im Lebenslauf an?
Pro Sprache eine Zeile mit Stufe und kurzer Einordnung: «Französisch – B2, sicher in Gesprächen und Korrespondenz». Keine Punkte, Sterne oder Balken – sie sind nicht überprüfbar und werden von automatischen Auswertungen nicht gelesen.
Was bedeuten A1 bis C2?
A1/A2 sind Grundkenntnisse, B1 reicht für vertraute Themen, B2 bedeutet, dass ein Arbeitsalltag funktioniert – auch am Telefon. C1 heisst Fachdiskussionen und Verhandlungen, C2 kommt der Muttersprache nahe. Die ganze Übersicht steht unter A1 bis C2.
Soll ich Balken oder Sterne verwenden?
Nein. Vier von fünf Punkten sagen nichts – niemand weiss, was der fünfte bedeutet hätte. Zudem sind Grafiken für automatische Auswertungen unsichtbar: Wer nach «Französisch B2» filtert, findet einen Balken nicht.
Wie schreibe ich Schweizerdeutsch in den Lebenslauf?
Als eigene Zeile, wenn es für die Stelle zählt. Trennen Sie ehrlich zwischen Verstehen und Sprechen: «Schweizerdeutsch – gutes Verständnis, Antwort auf Hochdeutsch» ist eine übliche und akzeptierte Angabe. Details unter Schweizerdeutsch und Hochdeutsch.
Was mache ich mit Schulfranzösisch von vor zwanzig Jahren?
Ehrlich einordnen: «Französisch – Grundkenntnisse (A2), Schulkenntnisse ohne regelmässige Anwendung». Besser als Weglassen, viel besser als eine Angabe, die im Gespräch nicht hält. Wer auffrischt, ergänzt: «Auffrischung seit 2025».
Muss ich Sprachdiplome beilegen?
Nur wenn die Stelle die Sprache verlangt und das Diplom aktuell genug ist. Ein Zertifikat von 2009 ohne spätere Anwendung sagt wenig – nennen Sie deshalb immer das Jahr. Ohne Sprachanforderung bleibt es aus den Beilagen.
Was passiert, wenn ich mein Niveau zu hoch angebe?
Es fliegt auf – meist mitten im Gespräch, wenn jemand in die Sprache wechselt. Der Schaden bleibt nicht bei der Sprache: Wer bei einer überprüfbaren Angabe übertreibt, wird bei allen anderen hinterfragt. Mehr unter Wie geprüft wird.
Wo im Lebenslauf stehen die Sprachen?
In einer eigenen Rubrik nach der Ausbildung, meist vor den IT-Kenntnissen. Ist die Sprache das zentrale Kriterium, gehört sie zusätzlich ins Kurzprofil auf Seite eins. Innerhalb der Rubrik absteigend nach Niveau, nicht alphabetisch.
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Die Sprachrubrik ist ein Baustein. Hier finden Sie die übrigen Teile.
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