Eintrittstermin und Kündigungsfrist
in der Bewerbung angeben

«Frühestmöglicher Eintritt» steht in fast jedem Inserat. So berechnen Sie Ihr Datum, so formulieren Sie es im Motivationsschreiben – und so bleiben Sie trotzdem beweglich.

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Eintrittstermin angeben – die Kurzantwort

«Frühestmöglicher Eintritt» meint das früheste Datum, an dem Sie die Stelle tatsächlich antreten können – nicht Ihren Wunschtermin. Sind Sie angestellt, ergibt es sich aus Ihrer Kündigungsfrist: kündigen, Frist abwarten, am Ersten des Folgemonats einsteigen. Nennen Sie ein konkretes Datum im Schlussabsatz des Motivationsschreibens, zusammen mit dem Pensum: «Verfügbar ab 1. November 2026.» Vermeiden Sie «nach Vereinbarung» – das beantwortet die Frage nicht und erzeugt eine Rückfrage, bevor Ihre Qualifikation überhaupt geprüft wurde.

Der Eintrittstermin ist das Feld, an dem sich Planbarkeit entscheidet. Wer sucht, sucht meistens, weil jemand geht oder eine Aufgabe liegen bleibt – die Frage «Ab wann?» ist deshalb keine Höflichkeit, sondern ein Auswahlkriterium. Und sie ist eines der wenigen, die Sie mit einem einzigen Satz vollständig bedienen können. Diese Seite zeigt, wie Sie Ihr Datum berechnen, wo es hingehört und welche Formulierung zu Ihrer Situation passt – ob angestellt, freigestellt oder sofort verfügbar. Fertige Unterlagen dazu gibt es über den Bewerbungsservice.

FormKonkretes Datum, kein «nach Absprache»
HauptplatzSchlussabsatz Motivationsschreiben
GrundlageIhr Arbeitsvertrag, nicht Ihr Wunsch
RegelDatum + Hinweis auf Spielraum
1.Eintritt fast immer auf den Ersten eines Monats
2 Mt.Die häufigste Kündigungsfrist nach dem ersten Dienstjahr
1 Satzgenügt für Pensum, Eintritt und Gesprächsbereitschaft

Inhaltsverzeichnis

Was «frühestmöglicher Eintritt» verlangt

Definition

Der frühestmögliche Eintritt ist das Datum, an dem Sie die neue Stelle antreten können, ohne dass jemand anderes zustimmen muss. Bei laufender Anstellung ist das der Tag nach Ablauf Ihrer Kündigungsfrist. Ohne Anstellung ist es der Tag, an dem Sie einsatzbereit sind. Das Wort «frühestmöglich» fragt nach Ihrer Grenze, nicht nach Ihrer Präferenz – beides darf im selben Satz stehen, aber es sind zwei verschiedene Angaben.

Diese Unterscheidung wird häufig übersehen. Wer schreibt «Ich möchte gerne im Januar starten», beantwortet die Frage nicht: Kann er früher, will aber nicht? Oder geht es gar nicht früher? Für die Planung des Betriebs ist das ein Unterschied, denn eine Stelle wird selten vier Monate lang offen gehalten, wenn eine gleich gute Person zwei Monate früher da wäre. Deshalb gilt: Zuerst die Grenze, dann optional der Wunsch.

Warum das Datum so viel Gewicht hat, zeigt ein Blick auf den Auswahlprozess. Zwischen Inseratsschaltung und Vertragsunterzeichnung liegen oft sechs bis zehn Wochen, dazu kommt Ihre Kündigungsfrist. Wer im September ausschreibt, plant realistisch mit einem Start im Dezember oder Januar. Sind Sie in diesem Fenster, sind Sie im Rennen. Fehlt die Angabe, muss jemand nachfragen – und Rückfragen kosten in einem Verfahren mit vielen Dossiers am ehesten den, der sie ausgelöst hat. Grundsätzliches zum Aufbau finden Sie unter Schweizer Bewerbung und den Bewerbungstipps.

Kurz gemerkt

Frühestmöglich = Ihre Grenze, nicht Ihr Wunsch. Ein Datum nennen, keine Absicht. Und wenn Wunsch und Grenze auseinanderliegen, beides sagen – in dieser Reihenfolge.

Kündigungsfristen als Orientierung

Ihr Eintrittsdatum hängt an Ihrer Frist, und Ihre Frist steht im Arbeitsvertrag. Wenn dort nichts geregelt ist, greifen die gesetzlichen Grundregeln des Obligationenrechts. Die folgende Übersicht dient der Orientierung – massgebend ist immer Ihr eigener Vertrag, ergänzt durch einen allfälligen Gesamt- oder Normalarbeitsvertrag Ihrer Branche.

Gesetzliche Grundregel ohne abweichende Vertragsvereinbarung (Orientierung, keine Rechtsberatung)
PhaseFristKündigung möglich aufWas das für den Eintritt heisst
Probezeit (üblich 1–3 Monate)7 TageJeden TagEinstieg innert ein bis zwei Wochen möglich
1. Dienstjahr1 MonatEnde eines MonatsEinstieg am 1. des übernächsten Monats
2. bis 9. Dienstjahr2 MonateEnde eines MonatsHäufigster Fall: rund zweieinhalb Monate Vorlauf
Ab 10. Dienstjahr3 MonateEnde eines MonatsLanger Vorlauf – Datum früh kommunizieren
Befristeter VertragLäuft ausVereinbartes EnddatumDatum steht fest, exakt so nennen
Abweichende VertragsregelungWie vereinbartWie vereinbartVertrag geht der Grundregel vor
Vor dem Rechnen: nachschauen

Viele Verträge weichen ab – etwa mit Kündigung auf Quartalsende, längeren Fristen für Kaderfunktionen oder branchenspezifischen Regeln. Ein Blick in Ihren Vertrag dauert zwei Minuten und verhindert, dass Sie ein Datum kommunizieren, das Sie nicht halten können. Bei Unklarheiten zur Auslegung wenden Sie sich an eine arbeitsrechtliche Beratungsstelle oder Ihre Gewerkschaft – hier geht es ausschliesslich um die Darstellung im Bewerbungsdossier.

Ihr Datum in drei Schritten berechnen

Die Rechnung ist einfach, wird aber oft falsch gemacht – weil das Verfahren dazwischenkommt. Sie können nämlich erst kündigen, wenn Sie den neuen Vertrag haben. Der frühestmögliche Eintritt beginnt also nicht heute, sondern nach der Zusage.

Schritt 1
Realistischen Kündigungsmonat bestimmen
Rechnen Sie ab Bewerbung mit vier bis acht Wochen bis zur Zusage. Der Monat, in dem die Zusage realistisch kommt, ist Ihr Kündigungsmonat.
Schritt 2
Frist bis Monatsende addieren
Zwei Monate Frist ab Ende des Kündigungsmonats. Nicht ab dem Tag der Kündigung – das ist der häufigste Rechenfehler.
Schritt 3
Auf den Ersten setzen
Der Eintritt ist der 1. des Folgemonats nach Ihrem Austritt. Ein Start am 17. eines Monats ist möglich, aber unüblich.
Zeitachse einer Beispielrechnung: Bewerbung im Juli, Zusage im August, Kündigung Ende August, zwei Monate Frist, Eintritt am 1. November Kündigungsfrist: 2 Monate 15. Juli Bewerbung verschickt 31. August Zusage da, Kündigung eingereicht 31. Oktober letzter Arbeitstag 1. Nov. Eintritt Die Frist läuft ab Monatsende – nicht ab dem Tag der Kündigung
Beispielrechnung mit zweimonatiger Frist: Wer im Juli bewirbt, nennt realistisch den 1. November als frühestmöglichen Eintritt.
Der Puffer-Trick

Liegt Ihre Zusage knapp vor Monatsende, hängt alles an einem Tag: Kündigung am 31. August bedeutet Austritt am 31. Oktober, Kündigung am 1. September bedeutet Austritt am 30. November – ein ganzer Monat Unterschied. Nennen Sie im Zweifel das spätere der beiden Daten und ergänzen Sie, dass ein früherer Einstieg möglich ist. Ein Datum nach vorne zu ziehen ist immer leichter, als es nach hinten zu korrigieren.

Wo der Eintrittstermin im Dossier steht

Wie beim Pensum gibt es eine Hauptstelle und einige Nebenstellen. Die Hauptstelle ist der Schlussabsatz des Begleitschreibens – dort suchen Personalverantwortliche danach, und dort finden sie ihn auch beim schnellen Durchsehen.

Eintrittstermin: Platz, Form und Zweck im Dossier
OrtFormZweckPflicht?
Schlussabsatz MotivationsschreibenGanzer Satz mit Datum und PensumVerbindliche Aussage, wird gelesenJa
Persönliche Angaben im Lebenslauf«Verfügbar ab: 1. November 2026»Schnell auffindbar beim QuerlesenEmpfohlen
PortalformularDatumsfeld exakt ausfüllenWird oft automatisch gefiltertJa, wenn vorhanden
E-Mail-TextHalbsatz im BegleittextVermeidet Rückfragen vor dem ÖffnenOptional
DeckblattUnter der ZielpositionSofortiger Abgleich mit dem InseratOptional

Achten Sie auf die Datumsschreibweise: «1. November 2026» ist eindeutig, «01.11.26» wirkt nach Formular und lässt sich schlechter lesen. Und prüfen Sie das Jahr – Dossiers, die im Dezember verschickt werden, enthalten erstaunlich oft noch das alte. Dass Datumsangaben im ganzen Dossier einheitlich sein müssen, gilt übrigens auch für die Stationen im Lebenslauf; wie das aussieht, zeigen die Lebenslaufvorlagen und der Beitrag zum modernen Lebenslauf.

Bei digitalen Bewerbungen

Viele Portale filtern nach dem Eintrittsdatum, bevor ein Mensch das Dossier sieht. Wer im Formular «nach Vereinbarung» einträgt oder das Feld leer lässt, fällt aus solchen Filtern heraus – unabhängig davon, wie gut das Schreiben ist. Tragen Sie immer ein konkretes Datum ein. Was maschinenlesbare Unterlagen sonst noch ausmacht, steht unter ATS-Lebenslauf.

Musterformulierungen für jede Situation

Alle Sätze gehören in den Schlussabsatz, direkt vor die Grussformel. Nehmen Sie genau einen – und kombinieren Sie ihn mit Ihrer Pensumangabe.

Angestellt, zwei Monate Frist«Meine Kündigungsfrist beträgt zwei Monate auf Monatsende; ich kann die Stelle damit per 1. November 2026 antreten.»
Angestellt, mit Spielraum«Verfügbar bin ich ab 1. Dezember 2026 – ein früherer Einstieg ist im Einvernehmen mit meiner jetzigen Arbeitgeberin möglich.»
Sofort verfügbar«Ich bin per sofort verfügbar und könnte die Aufgabe kurzfristig übernehmen.»
Freigestellt«Ich bin aktuell freigestellt und stehe Ihnen ab dem 1. September 2026 uneingeschränkt zur Verfügung.»
Befristeter Vertrag läuft aus«Mein aktuelles Engagement endet vertraglich am 31. Oktober 2026; der Eintritt ist damit per 1. November 2026 möglich.»
In der Probezeit«Da ich mich in der Probezeit befinde, beträgt meine Frist sieben Tage – ein Einstieg wäre innert zwei Wochen möglich.»
Kombiniert mit Pensum«Ich bewerbe mich mit einem Pensum von 80 % und kann per 1. November 2026 einsteigen. Für ein Gespräch stehe ich gerne zur Verfügung.»
So wirkt es verbindlich
  • Ein ausgeschriebenes Datum mit Jahr
  • Frist nennen, wenn sie das Datum erklärt
  • Spielraum als Zusatz, nicht als Ersatz
  • Pensum und Eintritt in einem Satz
  • Gleiche Angabe in Schreiben und Lebenslauf
Das kostet Sie Punkte
  • «Eintritt nach Vereinbarung»
  • «So schnell wie möglich»
  • «Ab sofort» trotz laufender Frist
  • Klage über die lange Kündigungsfrist
  • Datum nur im Formular, nicht im Schreiben

Ein Wort zur letzten Zeile links: Nennen Sie Ihre Kündigungsfrist nur, wenn sie erklärt, warum Ihr Datum so weit weg liegt. Bei einem Einstieg in vier Wochen interessiert die Frist niemanden. Bei einem Einstieg in vier Monaten ist sie die Begründung, die verhindert, dass Ihr Datum als Desinteresse gelesen wird. Diese Logik gilt auch sonst im Schreiben – erklären, was ohne Erklärung befremdet, und nichts darüber hinaus. Ein Beispiel dafür ist die Bewerbung nach einer Kündigung.

Warum «nach Vereinbarung» schadet

Die Formulierung wirkt höflich und flexibel. Gelesen wird sie anders: als Nicht-Antwort. Der Betrieb hat gefragt, wann Sie können – und bekommt zurück, dass man darüber reden könne. Damit bleibt die Aufgabe beim Lesenden hängen, und genau das unterscheidet ein starkes Dossier von einem durchschnittlichen.

So geht es
«Verfügbar ab 1. November 2026, ein früherer Einstieg ist im Einvernehmen möglich.» Ein Datum zum Planen, eine offene Tür für den Betrieb.
Kommt drauf an
«Ab sofort» ohne weitere Angabe. Klar, aber nur richtig, wenn es stimmt. Bei laufender Anstellung wirkt es unglaubwürdig oder loyalitätslos.
So besser nicht
«Eintritt nach Vereinbarung» oder gar keine Angabe. Erzeugt eine Rückfrage, bevor Ihre Eignung geprüft wurde – und manche Dossiers überleben diese Rückfrage nicht.

Es gibt genau eine Ausnahme: Wenn das Inserat ausdrücklich «Eintritt nach Vereinbarung» ausschreibt, ist der Termin für den Betrieb offen. Auch dann nennen Sie ein Datum – aber Sie dürfen entspannter formulieren: «Verfügbar ab 1. Januar 2027; beim Termin richte ich mich gerne nach Ihrer Planung.» Sie beantworten die Frage trotzdem, ohne Druck aufzubauen. Wie sich solche Nuancen im ganzen Schreiben halten lassen, zeigt die Seite zum Motivationsschreiben.

Kurz gemerkt

«Nach Vereinbarung» ist keine Flexibilität, sondern eine Auslassung. Flexibilität zeigt man mit einem Datum plus einem Zusatz – nicht mit dem Weglassen des Datums.

Drei Fälle aus der Praxis

Typische Konstellationen aus der Dossier-Arbeit, in den Details verändert. Allen gemeinsam: Nicht die Frist war das Problem, sondern ihre Darstellung.

R. F.
Reto F., Projektleiter Gebäudetechnik
14. Dienstjahr · drei Monate Frist · zwei Absagen mit Hinweis auf den Termin

Die Situation: Im Schreiben stand nur «Eintritt nach Vereinbarung». Erst im Gespräch kam heraus, dass drei Monate Frist laufen – der Betrieb hatte mit sechs Wochen kalkuliert.

Was ankommt: Eine unangenehme Überraschung spät im Prozess. Wer erst im Zweitgespräch von einer Verzögerung erfährt, fragt sich, was sonst noch nicht gesagt wurde.

Die Korrektur: «Nach vierzehn Jahren im Betrieb beträgt meine Kündigungsfrist drei Monate; der Eintritt ist damit per 1. Februar 2027 möglich. Eine Verkürzung im Einvernehmen ist denkbar.» Die Frist wurde vom Makel zur Information – und die lange Betriebszugehörigkeit las sich plötzlich als Treue statt als Hindernis.
A. D.
Anja D., Kauffrau EFZ, Backoffice
Seit vier Monaten ohne Stelle · sofort verfügbar · Angst vor der Lücke

Die Situation: Der Schlussabsatz erklärte in vier Zeilen, warum die letzte Stelle endete, und schloss mit «Ich stünde selbstverständlich sofort zur Verfügung.»

Was ankommt: Ein Konjunktiv und eine Rechtfertigung an der Stelle, an der eine Zusage stehen sollte. Der stärkste Trumpf – die sofortige Verfügbarkeit – ging in der Erklärung unter.

Die Korrektur: «Ich bin per sofort verfügbar und kann die Stelle kurzfristig übernehmen.» Punkt. Die Einordnung der Lücke wanderte in den Lebenslauf, wo sie als Weiterbildungsphase sichtbar wurde. Ähnliche Situationen behandeln die Seiten Bewerbungshilfe und Bewerbung nach Krankheit.
M. S.
Miguel S., Servicetechniker
Zusage in Aussicht · Frist zwei Monate · Datum falsch gerechnet

Die Situation: Er bewarb sich Anfang Oktober und schrieb «Eintritt per 1. Dezember 2026» – gerechnet ab dem Tag der Bewerbung, nicht ab dem Ende des Kündigungsmonats.

Was ankommt: Ein Datum, das nach der Zusage sofort korrigiert werden musste. Der Betrieb hatte die Übergabe bereits geplant; die Verschiebung um einen Monat kostete Vertrauen, noch bevor der erste Arbeitstag da war.

Die Korrektur: Rückwärts rechnen statt vorwärts: Zusage realistisch Ende Oktober, Kündigung per 31. Oktober, Austritt 31. Dezember, Eintritt 1. Januar. Im Schreiben stand künftig: «Verfügbar ab 1. Januar 2027; sollte die Zusage früher erfolgen, verschiebt sich der Eintritt entsprechend nach vorne.» Ein Satz, der jede Rechnung überflüssig macht.

Freistellung, Ferien, Probezeit

Vier Konstellationen verschieben das Datum – und werden regelmässig falsch eingeschätzt.

Freistellung

Wer freigestellt ist, kann faktisch sofort beginnen, auch wenn das alte Arbeitsverhältnis formal noch läuft. Das ist ein echter Vorteil im Auswahlverfahren und gehört genannt: «Ich bin freigestellt und ab sofort verfügbar.» Ob dabei eine Anrechnung an den Lohn erfolgt, ist eine Frage an Ihren Vertrag beziehungsweise eine arbeitsrechtliche Stelle – im Dossier zählt nur die Verfügbarkeit.

Restferien und Überzeit

Ein verbreiteter Irrtum: Ferienguthaben zieht den Austritt nach vorne. Das tut es in aller Regel nicht – Ferien werden während der laufenden Frist bezogen oder abgegolten, das Datum bleibt. Nennen Sie deshalb nie ein Datum, das auf einer Ferienrechnung beruht, die noch niemand bestätigt hat. Sicher ist nur, was im Vertrag steht.

Probezeit im aktuellen Job

Sind Sie noch in der Probezeit, ist Ihre Frist kurz – ein Vorteil, den Sie nennen dürfen. Heikel ist nur die Optik: Ein Wechsel nach wenigen Wochen wirft Fragen auf. Beantworten Sie sie im Schreiben in einem Halbsatz, sachlich und ohne schlechtes Wort über den aktuellen Betrieb. Für grundsätzliche Wechselsituationen lohnt der Blick auf Quereinsteiger-Bewerbungen.

Zwei Angebote gleichzeitig

Wer parallel im Rennen ist, sollte trotzdem überall dasselbe Datum nennen – nämlich das rechnerisch korrekte. Ein aus taktischen Gründen nach hinten geschobenes Datum kostet Sie im Zweifel die Stelle, die Sie eigentlich wollten. Und ein nach vorne gezogenes können Sie nicht halten. Das Datum ist keine Verhandlungsmasse, sondern eine Tatsache. Verhandelt wird über Pensum und Verteilung.

Der Satz für unsichere Lagen

«Verfügbar ab [Datum]; sollte sich der Zeitpunkt Ihrer Zusage verschieben, passt sich mein Eintritt entsprechend an.» Er nennt die Zahl, macht die Abhängigkeit transparent und schützt Sie davor, später korrigieren zu müssen.

Frist verkürzen – was möglich ist

Ihre Kündigungsfrist ist keine Naturkonstante, aber sie ist auch nicht Ihre alleinige Entscheidung. Eine Verkürzung setzt das Einverständnis beider Seiten voraus. Ob Ihr Betrieb zustimmt, hängt von der Übergabe, der Nachfolge und der Beziehung ab – nicht davon, wie dringend Sie es möchten.

Für die Bewerbung heisst das: Nennen Sie das Datum, das ohne fremde Zustimmung gilt, und erwähnen Sie die Verkürzung als Möglichkeit, nicht als Zusage. «Ein früherer Einstieg ist im Einvernehmen mit meiner Arbeitgeberin möglich» ist korrekt. «Ich kann sicher früher» ist es nicht – solange niemand zugestimmt hat, versprechen Sie etwas, das Ihnen nicht gehört.

In der Praxis lassen sich Fristen häufiger verkürzen, als viele annehmen – besonders, wenn die Nachfolge geregelt ist oder die Position ohnehin verändert wird. Sprechen Sie das aber erst an, wenn ein konkretes Angebot vorliegt. Wer vor der Zusage über eine Verkürzung verhandelt, riskiert die schlechteste aller Lagen: gekündigt, ohne unterschriebenen neuen Vertrag. Die Reihenfolge lautet immer: Vertrag unterschrieben, dann kündigen, dann über den Termin reden. Was sonst noch ins Dossier gehört, fasst die Seite vollständige Bewerbungsunterlagen zusammen; die Anordnung erklärt die Reihenfolge der Unterlagen.

Die häufigsten Fehler

Typische Fehler beim Eintrittstermin – Wirkung und bessere Lösung
FehlerWie es gelesen wirdBesser
«Eintritt nach Vereinbarung»Frage nicht beantwortet, Rückfrage nötigDatum plus Hinweis auf Spielraum
Frist ab Kündigungstag gerechnetDatum muss später korrigiert werdenAb Ende des Kündigungsmonats rechnen
«Ab sofort» trotz laufender FristUnglaubwürdig oder illoyalReales Datum, Verkürzung als Option
Datum ohne JahrMehrdeutig, besonders im Dezember«1. November 2026» ausschreiben
Klage über die lange FristJammern statt informierenFrist neutral als Erklärung nennen
Datum nur im PortalformularIm Schreiben fehlt die VerbindlichkeitBeides ausfüllen, identisch
Ferienguthaben eingerechnetDatum beruht auf einer AnnahmeNur nennen, was der Vertrag hergibt
Wunschtermin statt GrenzeBeantwortet «frühestmöglich» nichtGrenze nennen, Wunsch ergänzen

Der rote Faden: Ein Eintrittstermin ist eine Information, kein Verhandlungszug. Wer ihn klar nennt, wirkt organisiert – und das ist genau die Eigenschaft, die im ersten Eindruck sonst schwer zu belegen ist. Wenn Sie unsicher sind, wie Ihr Schlussabsatz wirkt, übernimmt die Formulierung auch der Service: Bewerbung schreiben lassen oder gleich das vollständige Dossier erstellen lassen.

Checkliste vor dem Versand

Der Test in zehn Sekunden

Lesen Sie nur den letzten Absatz. Springen Ihnen Datum und Pensum sofort entgegen? Dann stimmt es. Wenn Sie suchen müssen, streichen Sie alles dazwischen – der Schlussabsatz ist kein Ort für Nebensätze.

Transparenz: Leistung und Grenzen

Für wen diese Seite gedacht ist: für Personen, die sich bewerben und den geforderten frühestmöglichen Eintritt korrekt berechnen und formulieren möchten – ob in laufender Anstellung, freigestellt, befristet beschäftigt oder ohne Stelle.

Was hier erklärt wird: die Bedeutung des Eintrittstermins im Auswahlverfahren, die Berechnung des Datums aus der Kündigungsfrist, die Platzierung im Dossier, Musterformulierungen für gängige Situationen sowie typische Fehler und ihre Wirkung auf Lesende.

Was bewusst nicht angeboten wird: keine Rechtsberatung. Die genannten Fristen sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen weder den Blick in Ihren Arbeitsvertrag noch eine qualifizierte arbeitsrechtliche Abklärung. Fragen zu Kündigungsschutz, Sperrfristen, Freistellung, Ferienabgeltung, Konkurrenzverboten oder Aufhebungsvereinbarungen gehören zu einer Fachstelle, einer Gewerkschaft oder einer Anwältin.

Wo die Grenzen liegen: Verträge und Gesamtarbeitsverträge weichen von den gesetzlichen Grundregeln ab; im Zweifel gilt immer die Regelung in Ihren eigenen Unterlagen. Ob eine Bewerbung erfolgreich ist, hängt zudem von Qualifikation, Marktlage und Mitbewerbung ab – ein sauber genannter Eintrittstermin verhindert Rückfragen und Missverständnisse, er ersetzt keine fachliche Passung.

Woher die Beispiele stammen: aus der laufenden Arbeit an Bewerbungsdossiers für Kundinnen und Kunden aus Technik, Verwaltung, Detailhandel und Dienstleistung. Namen und Details sind verändert, die Muster nicht. Den Ablauf finden Sie unter Ablauf, die Konditionen unter Pakete & Preise, weitere Antworten in der FAQ.

Schlussabsatz, der sitzt – in einem Werktag

Schicken Sie uns Ihren bisherigen Lebenslauf, das Inserat und Ihre Kündigungsfrist – Ihre Unterlagen werden mit korrektem Eintrittstermin, klarer Pensumangabe und stimmiger Argumentation aufgesetzt. Fertig in 1 Werktag, als PDF und Word.

Passend dazu: Pensum in der Bewerbung angeben – die zweite Angabe, die in denselben Schlussabsatz gehört.

Häufige Fragen zum Eintrittstermin

Was bedeutet «frühestmöglicher Eintritt»?

Das früheste Datum, an dem Sie tatsächlich antreten können – nicht Ihr Wunschtermin. Bei laufender Anstellung ergibt es sich aus Ihrer Kündigungsfrist. Wer nicht angestellt ist, kann sofort oder per gewünschtem Datum einsteigen.

Wie berechne ich meinen frühestmöglichen Eintritt?

Kündigungsmonat bestimmen, Frist ab Ende dieses Monats addieren, Eintritt auf den Ersten des Folgemonats setzen. Beispiel: Kündigung im August, zwei Monate Frist, Austritt 31. Oktober, Eintritt 1. November. Die Rechnung steht im Abschnitt Datum in drei Schritten.

Wie lang ist die Kündigungsfrist üblicherweise?

Ohne abweichende Vertragsregelung gelten nach der Probezeit als Grundregel ein Monat im ersten Dienstjahr, zwei Monate vom zweiten bis neunten und drei Monate ab dem zehnten – jeweils auf Ende eines Monats; in der Probezeit sieben Tage. Ihr Vertrag geht vor. Details in der Fristentabelle.

Wo gebe ich den Eintrittstermin an?

Im Schlussabsatz des Motivationsschreibens, zusammen mit dem Pensum. Zusätzlich als Zeile in den persönlichen Angaben des Lebenslaufs. Zwei Nennungen genügen.

Ist «nach Vereinbarung» eine gute Formulierung?

Nein – sie beantwortet die Frage nicht und erzeugt eine Rückfrage. Nennen Sie ein Datum und ergänzen Sie den Spielraum: «Verfügbar ab 1. November 2026, ein früherer Einstieg ist im Einvernehmen möglich.»

Darf ich einen früheren Termin nennen, als meine Frist erlaubt?

Nur, wenn Sie ihn halten können. Eine Verkürzung braucht das Einverständnis beider Seiten – sie ist keine Entscheidung, die Sie allein treffen. Nennen Sie das Datum, das ohne fremdes Zutun gilt, und weisen Sie auf die Verkürzung als Option hin.

Muss ich schreiben, dass ich arbeitslos bin?

Nein. «Per sofort verfügbar» transportiert die Information, ohne die Situation zu kommentieren. Die Einordnung einer Lücke gehört in den Lebenslauf oder ins Gespräch – nicht in den Schlussabsatz.

Wie gehe ich mit Ferien oder einer Freistellung um?

Eine Freistellung erlaubt den früheren Einstieg und ist ein Vorteil, den Sie nennen sollten. Restferien verschieben den Austritt dagegen in der Regel nicht nach vorne – sie werden während der Frist bezogen oder abgegolten. Nennen Sie nur gesicherte Daten. Mehr unter Freistellung, Ferien, Probezeit.

Wie lange dauert die Erstellung meiner Unterlagen?

Die fertigen Unterlagen erhalten Sie 1 Werktag nach Eingang Ihrer Angaben – als PDF und Word. Benötigt werden Ihr bisheriger Lebenslauf oder eine Übersicht Ihrer Stationen, das Inserat sowie Ihre Eckdaten zu Pensum und Eintritt. Fehlt uns etwas, melden wir uns am selben Tag – die Frist läuft erst danach. Alle Details unter Ablauf.

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