Pensum angeben – die Kurzantwort
Das Pensum ist der Beschäftigungsgrad in Prozent, wobei 100 % einer Vollzeitstelle entspricht. In der Bewerbung gehört es an zwei Stellen: verbindlich in den Schlussabsatz des Motivationsschreibens, zusammen mit dem Eintrittstermin, und – sofern Sie kein Vollzeitpensum suchen – zusätzlich in die persönlichen Angaben des Lebenslaufs. Nennen Sie eine konkrete Zahl statt einer Spanne und ergänzen Sie eine Alternative, falls Spielraum besteht: «Mein Wunschpensum liegt bei 80 %, 70 % sind ebenfalls möglich.» Frühere Teilzeitstellen werden im Lebenslauf direkt bei der Station vermerkt, etwa «Sachbearbeiterin Debitoren (80 %)».
Der Teilzeitmarkt ist gross – und trotzdem scheitern Dossiers regelmässig an einer fehlenden oder unklaren Prozentangabe. Wer das Pensum verschweigt, erzeugt Klärungsbedarf. Wer es zu vage formuliert, wirkt unentschlossen. Und wer sich zu früh festnagelt, verliert Verhandlungsspielraum. Diese Seite zeigt, wie Sie Ihr Pensum so angeben, dass es Planungssicherheit signalisiert statt Fragen aufwirft – mit fertigen Formulierungen, einer Umrechnungstabelle und Fallbeispielen aus echten Dossiers. Wenn Sie Ihre Unterlagen gleich sauber aufgesetzt haben möchten, übernimmt das der Bewerbungsservice.
Inhaltsverzeichnis
- Was Pensum genau bedeutet
- Wo das Pensum im Dossier steht
- Prozent in Tage und Stunden umrechnen
- Wenn das Inserat eine Spanne nennt
- Musterformulierungen für jedes Pensum
- Pensen im Lebenslauf ausweisen
- Wenn Ihr Wunsch vom Inserat abweicht
- Drei Fälle aus der Praxis
- Familienzeit, Studium, Wiedereinstieg
- Verhandlungsspielraum behalten
- Die häufigsten Fehler
- Checkliste vor dem Versand
- Transparenz: Leistung und Grenzen
- Häufige Fragen
Was Pensum genau bedeutet
Pensum bezeichnet den Beschäftigungsgrad einer Stelle, ausgedrückt in Prozent einer Vollzeitstelle. 100 % ist die volle Wochenarbeitszeit des Betriebs, alles darunter ist Teilzeit. Die Prozentzahl sagt aus, wie viel gearbeitet wird – nicht, wann. Die Verteilung auf Tage, Halbtage oder unregelmässige Einsätze ist eine separate Frage und wird im Vertrag geregelt.
Genau diese Trennung wird in Bewerbungen oft übersehen. Viele schreiben «60 % an drei Tagen» und meinen damit eine feste Verteilung – der Betrieb liest jedoch nur die Zahl und plant unter Umständen anders. Solange Sie kein hartes Kriterium haben, nennen Sie zuerst die Prozentzahl und erwähnen die Verteilung höchstens als Hinweis. Ist eine bestimmte Verteilung dagegen zwingend, etwa wegen einer Betreuungslösung, gehört sie in denselben Satz – dann aber sachlich und ohne Entschuldigung.
Wichtig ist auch: Wie viele Stunden hinter 100 % stehen, entscheidet der Betrieb. In vielen Büros sind es 41 oder 42 Stunden, im Detailhandel und in der Gastronomie häufig mehr. Deshalb ist die Prozentangabe die einzig sinnvolle Währung: Sie funktioniert unabhängig davon, wie lang die Vollzeitwoche im Zielbetrieb ausfällt. Wer stattdessen «ca. 30 Stunden» schreibt, zwingt die Lesenden zum Umrechnen – und verliert einen kleinen, aber messbaren Teil an Souveränität. Mehr zu solchen Konventionen finden Sie unter Schweizer Bewerbung.
Pensum = Beschäftigungsgrad in Prozent. Immer in Prozent angeben, nicht in Stunden. Prozent und Verteilung sind zwei getrennte Themen – nur vermischen, wenn die Verteilung wirklich unverhandelbar ist.
Wo das Pensum im Dossier steht
Es gibt eine Hauptstelle und mehrere Nebenstellen. Die Hauptstelle ist der Schlussabsatz des Begleitschreibens: Dort werden Pensum, Eintrittstermin und Gesprächsbereitschaft gebündelt. Das ist die Stelle, an der Personalverantwortliche danach suchen – und dort finden sie es auch dann noch, wenn sie das Dossier nur überfliegen. Alles Weitere ist Ergänzung, keine Wiederholung um der Wiederholung willen.
| Ort | Form | Zweck | Pflicht? |
|---|---|---|---|
| Schlussabsatz Motivationsschreiben | Ganzer Satz mit Zahl und Eintritt | Verbindliche Aussage, wird gelesen | Ja, sobald Sie nicht 100 % suchen |
| Persönliche Angaben im Lebenslauf | Zeile: «Gewünschtes Pensum: 80 %» | Schnell auffindbar beim Querlesen | Empfohlen bei Teilzeitwunsch |
| Berufserfahrung im Lebenslauf | Klammer hinter der Position: «(60 %)» | Ordnet frühere Stationen richtig ein | Ja, bei allen Teilzeitstationen |
| Deckblatt | Unter der Zielposition: «80 %» | Sofortiger Abgleich mit dem Inserat | Optional, nur wenn Deckblatt vorhanden |
| E-Mail oder Portalformular | Betreff oder Freitextfeld | Vermeidet Rückfragen vor dem Öffnen | Optional, aber wirksam |
| Kurzprofil im Lebenslauf | Höchstens als Halbsatz | Nur sinnvoll, wenn Teilzeit zentral ist | Nein |
Die Faustregel: zweimal nennen genügt – einmal ausformuliert im Schreiben, einmal als Datenzeile im Lebenslauf. Wer dieselbe Zahl fünfmal unterbringt, erzeugt den Eindruck, das Pensum sei das einzige Thema der Bewerbung. Und das ist es nicht: Entscheidend bleibt, ob Sie die Aufgabe können. Wie die Dokumente insgesamt zusammenspielen, ist unter vollständige Bewerbungsunterlagen und in der Reihenfolge der Unterlagen beschrieben.
Prozent in Tage und Stunden umrechnen
Auch wenn Sie in Prozent kommunizieren: Sie sollten wissen, was Ihre Zahl praktisch bedeutet – spätestens im Gespräch wird darüber geredet. Die folgende Übersicht rechnet mit einer Vollzeitwoche von 42 Stunden. Liegt sie im Zielbetrieb bei 40 oder 41 Stunden, verschieben sich die Werte leicht nach unten.
| Pensum | Tage pro Woche | Stunden pro Woche | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 100 % | 5 | 42 | Führungsfunktionen, Vollzeiteinstieg |
| 90 % | 4,5 | ca. 38 | Vollzeitnah mit freiem Halbtag |
| 80 % | 4 | ca. 34 | Das häufigste Teilzeitpensum |
| 70 % | 3,5 | ca. 29 | Kompromiss zwischen 60 und 80 % |
| 60 % | 3 | ca. 25 | Betreuungsaufgaben, Weiterbildung |
| 50 % | 2,5 | 21 | Job-Sharing, Wiedereinstieg |
| 40 % | 2 | ca. 17 | Nebentätigkeit, Studium |
| 20 % | 1 | ca. 8 | Aushilfe, Mandat, Projektarbeit |
Rechnen Sie vor dem Gespräch aus, was Ihr Wunschpensum netto bedeutet – Tage, Stunden, Lohnanteil. Wer im Gespräch auf die Frage «Was heisst das für Sie konkret?» ohne Zögern antwortet, wirkt vorbereitet. Wer rechnen muss, wirkt es nicht.
Wenn das Inserat eine Spanne nennt
«60–80 %» ist eine der häufigsten Formulierungen in Stellenanzeigen. Sie ist kein Test, sondern meist Ausdruck echter Flexibilität: Der Betrieb hat eine Bandbreite, in der die Stelle funktioniert, und möchte wissen, wo Sie sich einordnen. Genau das sollten Sie beantworten – mit einer Zahl, nicht mit der Spanne.
Es gibt eine Ausnahme: Nennt das Inserat eine Spanne und Sie können nur den unteren Rand abdecken, sagen Sie das trotzdem klar. Ein sauberes «60 % – mehr ist derzeit nicht möglich, dafür langfristig verlässlich» ist ehrlicher als ein «60–80 %», das im Gespräch zusammenfällt. Betriebe planen mit Ihrer Zahl. Wird sie später korrigiert, kostet das Vertrauen – und zwar mehr, als das fehlende Pensum je gekostet hätte. Wie sich solche Aussagen im Schreiben unterbringen lassen, zeigt die Seite zum Motivationsschreiben.
Spanne im Inserat = Einladung zur Positionierung. Antworten Sie mit einer Wunschzahl plus höchstens einer Alternative. Die Spanne einfach zurückzuspiegeln, beantwortet nichts.
Musterformulierungen für jedes Pensum
Alle Sätze gehören in den Schlussabsatz des Schreibens, direkt vor die Grussformel. Passen Sie Datum und Zahl an – und verwenden Sie genau einen dieser Sätze, nicht zwei.
- Eine Zahl, klar benannt
- Pensum und Eintritt in einem Satz
- Alternative nur, wenn sie wirklich gilt
- Sachlicher Ton, keine Begründungspflicht
- Dieselbe Zahl in Schreiben und Lebenslauf
- «Pensum nach Vereinbarung»
- «Ich könnte eventuell auch mehr …»
- Lange Rechtfertigung für Teilzeit
- Stundenangabe statt Prozent
- 80 % im Schreiben, 60 % im Lebenslauf
Der letzte Punkt ist häufiger, als man denkt: Zwei verschiedene Zahlen in einem Dossier sind ein sofortiges Warnsignal. Sie deuten darauf hin, dass eine Vorlage nur halb angepasst wurde – und damit stellt sich die Frage, was sonst noch aus einer anderen Bewerbung stammt. Wer mehrere Versionen parallel führt, prüft dieses Detail vor jedem Versand. Ein Blick in die Tipps zur Bewerbung lohnt sich auch für die übrigen Konsistenzfragen.
Pensen im Lebenslauf ausweisen
Im Lebenslauf geht es nicht um Ihren Wunsch, sondern um Fakten: Welche Ihrer bisherigen Stellen waren Teilzeit, und mit welchem Grad? Diese Angabe ist keine Schwäche, die man versteckt – sie ist eine Einordnung Ihrer Leistung. Wer in 60 % dasselbe Aufgabengebiet abgedeckt hat wie andere in 80 %, sollte das sichtbar machen, statt es der Fantasie zu überlassen.
Die richtige Schreibweise
Setzen Sie das Pensum in Klammern direkt hinter die Funktionsbezeichnung: «Sachbearbeiterin Debitoren (80 %)». Keine eigene Zeile, kein Fettdruck, keine Erklärung. Bei Stellen mit wechselndem Grad genügt der Durchschnitt oder die Entwicklung: «(60 → 100 %)». Vollzeitstationen bleiben ohne Angabe – dass 100 % der Normalfall ist, muss nicht dastehen. Wie der Aufbau insgesamt aussieht, zeigen Lebenslaufvorlagen und der moderne Lebenslauf.
Wenn zwei Stellen parallel laufen
Überlappende Zeiträume ohne Pensumangabe sehen aus wie ein Fehler. Mit Angabe werden sie zur Information: «Pflegefachfrau (50 %)» und «Dozentin Weiterbildung (20 %)» im selben Zeitraum ergeben zusammen 70 % – nachvollziehbar und stimmig. Ohne die Prozente entsteht der Eindruck, jemand habe zwei Vollzeitstellen gehabt oder schlicht schlampig gearbeitet. Gerade bei Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern ist das relevant, weil dort Parallelphasen die Regel sind.
Sehr kleine Pensen
Ein 10-%-Mandat über zwei Jahre ist keine Berufserfahrung im engeren Sinn, kann aber genau die Fachkenntnis belegen, die im Inserat gefragt ist. Solche Stationen gehören in den Lebenslauf – mit Prozentangabe, damit die Gewichtung stimmt. Ohne sie wirkt der Eintrag entweder aufgeblasen oder wird als Lückenfüller gelesen. Ergänzende Angaben zu den persönlichen Daten wie Zivilstand und Geburtsdatum oder dem Heimatort folgen derselben Logik: Sachlich nennen, nicht kommentieren.
Manche Bewerbungssysteme lesen den Lebenslauf automatisch aus. Prozentangaben in Grafiken, Kopfzeilen oder Textfeldern werden dabei oft nicht erfasst. Schreiben Sie die Zahl deshalb immer als normalen Text in dieselbe Zeile wie die Position – nie als Symbol, Balken oder Bild. Worauf es dabei sonst noch ankommt, steht unter ATS-optimierter Lebenslauf.
Wenn Ihr Wunsch vom Inserat abweicht
Das Inserat sucht 100 %, Sie möchten 80 %. Bewerben oder nicht? Bewerben – aber mit einer Zahl, die eine Antwort erlaubt. Betriebe schreiben Vollzeit oft aus Gewohnheit aus und sind in Wahrheit beweglich, besonders bei Fachkräften. Was sie nicht mögen, ist eine Bewerbung, deren Rahmenbedingungen erst im Gespräch auftauchen.
Die Regel bei Abweichung: Nennen Sie Ihr Pensum im ersten Drittel des Schlussabsatzes, nicht versteckt am Ende. Fügen Sie einen Satz an, der den Nutzen für den Betrieb beschreibt – nicht Ihre private Begründung. «Mit 80 % decke ich vier volle Tage inklusive Monatsabschluss ab» ist stärker als «Aufgrund familiärer Verpflichtungen kann ich leider nur 80 % arbeiten.» Dieselbe Zahl, ein völlig anderer Eindruck.
Je grösser die Abweichung, desto wichtiger wird die Begründung über den Nutzen. Bei 90 statt 100 % genügt die Zahl. Bei 60 statt 100 % sollte erkennbar sein, warum die Stelle trotzdem funktioniert: erfahrene Person, eingespielte Prozesse, klare Verfügbarkeit an den Schlüsseltagen. Ist Ihnen selbst nicht klar, wie die Stelle mit Ihrem Pensum laufen soll, ist das ein Hinweis – dann fehlt vielleicht nicht die Formulierung, sondern die Passung. Ein Blick in die Bewerbungshilfe hilft, das vor dem Versand einzuordnen.
Drei Fälle aus der Praxis
Die folgenden Beispiele sind typische Konstellationen aus der Dossier-Arbeit, in den Details verändert. Sie zeigen weniger ein Sprachproblem als ein Denkproblem: Das Pensum wird als Bitte formuliert statt als Angabe.
Die Situation: Im Schreiben stand «Ein Pensum von 80 % wäre für mich ideal, gerne bespreche ich die Details persönlich.» Im Lebenslauf fehlte jede Angabe.
Was ankommt: Ein Wunsch im Konjunktiv, verbunden mit einer Vertagung. Für die Lesenden bleibt offen, ob 80 % eine Bedingung oder eine Präferenz ist – und ob sich die Frage überhaupt lohnt.
Die Situation: Zwei Jahre lang 60 % gearbeitet und parallel eine Weiterbildung absolviert. Im Lebenslauf standen beide Einträge – ohne Prozentangabe, ohne Verbindung.
Was ankommt: Ein Zeitraum, in dem scheinbar zwei Dinge gleichzeitig laufen, und ein unerklärter Bruch in der Belastung. Solche Stellen werden nicht wohlwollend interpretiert, sondern als Frage notiert.
Die Situation: Drei Absätze im Schreiben erklärten die familiäre Situation, die Betreuungslösung und deren Verlässlichkeit – das Pensum selbst tauchte erst im letzten Satz auf.
Was ankommt: Ein Dossier, in dem die private Organisation mehr Raum einnimmt als die fachliche Eignung. Das kippt die Wahrnehmung, obwohl fachlich alles stimmte.
Familienzeit, Studium, Wiedereinstieg
Teilzeitwünsche haben Gründe, und die meisten davon sind gewöhnlich. Das Muster ist immer dasselbe: Grund kurz, Zahl klar, Verlässlichkeit betonen. Kein Ausführen, kein Entschuldigen.
Nach der Familienzeit
Wer nach einer Betreuungsphase einsteigt, nennt das Pensum und die Stabilität der Lösung in einem Satz – mehr braucht es nicht. Der Rest des Schreibens gehört dem Fach. Die Sorge, Teilzeit werde als geringeres Engagement gelesen, ist verbreitet; entkräften lässt sie sich nicht durch Erklärungen, sondern durch Konkretheit. Wie sich die Rückkehr insgesamt aufbauen lässt, steht unter Quereinstieg nach Familienzeit.
Neben Studium oder Weiterbildung
Hier zählt vor allem die Planbarkeit: Nennen Sie das Pensum und den Zeitraum, in dem es gilt. «40 % bis zum Abschluss im Sommer 2027, danach Erhöhung möglich» beantwortet zwei Fragen gleichzeitig. Betriebe, die Teilzeit ausschreiben, kalkulieren ohnehin mit Veränderung – sie möchten nur wissen, wann.
Nach längerer Abwesenheit
Nach Krankheit oder einer längeren Pause ist ein reduzierter Einstieg oft sinnvoll und wird selten kritisch gesehen, wenn er als Weg beschrieben ist: Einstiegspensum, Zielpensum, ungefährer Zeitrahmen. Was in solchen Situationen ins Dossier gehört und was nicht, behandelt die Seite Bewerbung nach Krankheit.
Ab 50
Ein Teilzeitwunsch in der zweiten Berufshälfte wird häufig positiv gelesen – sofern er nicht wie ein Rückzug klingt. Entscheidend ist die Verknüpfung mit dem, was Sie einbringen: Erfahrung, Netzwerk, Ruhe im Betrieb. Formulierungsansätze dazu finden Sie unter Quereinstieg mit 50 plus.
«Ich suche eine Stelle mit [Zahl] %; diese Lösung ist langfristig gesichert.» Er nennt die Zahl, beantwortet die eigentliche Sorge des Betriebs – Verlässlichkeit – und lädt nicht zu Nachfragen ein. Alles Weitere gehört ins Gespräch, nicht ins Schreiben.
Verhandlungsspielraum behalten
Die Angst, sich mit einer Zahl zu früh festzulegen, ist der häufigste Grund für schwammige Formulierungen. Sie ist unbegründet: Verhandelt wird ohnehin im Gespräch, und dort zählt, was Sie im Dossier angekündigt haben. Wer 80 % geschrieben hat, kann über 70 oder 90 reden. Wer nichts geschrieben hat, redet zuerst über das Missverständnis.
Drei Stellschrauben lassen sich im Gespräch fast immer bewegen: die Verteilung über die Woche, ein tieferes Einstiegspensum mit späterer Erhöhung und die Frage, ob einzelne Tage ortsunabhängig geleistet werden können. Halten Sie diese Punkte im Kopf, aber nicht im Schreiben – ein Dossier, das drei Sonderwünsche vorwegnimmt, wird nicht flexibler gelesen, sondern anspruchsvoller. Wer das Gesamtbild prüfen möchte, findet unter moderne Bewerbungsmappe und Zeugnisse beilegen die restlichen Bausteine.
Die häufigsten Fehler
| Fehler | Wie es gelesen wird | Besser |
|---|---|---|
| Keine Angabe bei Teilzeitwunsch | Rückfrage nötig, Dossier wird zurückgestellt | Eine Zahl im Schlussabsatz |
| «Pensum nach Absprache» | Unentschlossen, verschiebt die Arbeit zum Betrieb | Wunschzahl plus Alternative |
| Stunden statt Prozent | Wirkt mit den Gepflogenheiten wenig vertraut | Immer in Prozent |
| Zahl nur im Lebenslauf | Wird beim ersten Lesen übersehen | Zusätzlich ausformuliert im Schreiben |
| Lange Begründung für Teilzeit | Privates dominiert die fachliche Eignung | Ein Halbsatz zur Verlässlichkeit |
| Widersprüchliche Zahlen | Vorlage nicht sauber angepasst | Vor Versand beide Dokumente abgleichen |
| Frühere Pensen weggelassen | Parallelphasen wirken wie Fehler | Klammerangabe bei jeder Station |
| Pensum im Konjunktiv | Wunsch statt Angabe, wirkt bittend | Indikativ: «Ich suche 80 %.» |
Auffällig ist, dass fast alle Fehler dieselbe Wurzel haben: Das Pensum wird als heikles Thema behandelt statt als Angabe. Es ist aber keins. Betriebe, die Teilzeit ausschreiben, wollen Teilzeit. Was sie stört, ist nicht die Zahl, sondern deren Fehlen. Wenn Sie unsicher sind, wie Ihr Dossier an dieser Stelle wirkt, lohnt der Blick auf die professionelle Erstellung Ihrer Bewerbung – oder auf das vollständige Dossier, wenn alle Dokumente aus einem Guss sein sollen.
Checkliste vor dem Versand
- Steht im Schlussabsatz des Schreibens eine konkrete Prozentzahl?
- Ist der Eintrittstermin im selben Satz genannt?
- Stimmt die Zahl im Schreiben mit der Zahl im Lebenslauf überein?
- Steht bei jeder früheren Teilzeitstation die Klammerangabe?
- Ist die Angabe in Prozent formuliert und nicht in Stunden?
- Steht das Pensum im Indikativ, nicht im Konjunktiv?
- Nimmt die Begründung höchstens einen Halbsatz ein?
- Passt die Zahl zur ausgeschriebenen Spanne – oder ist die Abweichung erklärt?
- Ist die Prozentzahl als normaler Text lesbar, nicht als Grafik?
- Steht ein Nutzenargument statt einer privaten Rechtfertigung?
Überfliegen Sie den letzten Absatz Ihres Schreibens. Erkennen Sie Pensum und Eintritt auf einen Blick, ohne zu suchen? Dann stimmt es. Müssen Sie zweimal hinschauen, streichen Sie alles, was zwischen den beiden Angaben steht.
Transparenz: Leistung und Grenzen
Für wen diese Seite gedacht ist: für Personen, die sich auf eine Teilzeit- oder Vollzeitstelle bewerben und ihre Pensumangabe klar und verbindlich formulieren möchten – von der ersten Bewerbung nach der Ausbildung bis zum Wiedereinstieg nach mehreren Jahren.
Was hier erklärt wird: die Bedeutung des Pensums, seine Platzierung im Dossier, Musterformulierungen für gängige Konstellationen, die Umrechnung in Tage und Stunden sowie typische Fehler und deren Wirkung auf Lesende.
Was bewusst nicht angeboten wird: keine Rechtsberatung. Fragen zu Vertragsgestaltung, Pensumänderungen im laufenden Arbeitsverhältnis, Lohnfolgen, Versicherungsschutz oder Kündigungsschutz gehören zu einer qualifizierten arbeitsrechtlichen Stelle. Die Inhalte hier betreffen ausschliesslich die Darstellung im Bewerbungsdossier.
Wo die Grenzen liegen: Wie viele Stunden hinter einem Pensum stehen und welche Verteilung möglich ist, entscheidet der einzelne Betrieb. Angaben zu Wochenstunden dienen der Orientierung. Ob eine Bewerbung erfolgreich ist, hängt von Qualifikation, Marktlage und Mitbewerbung ab – eine gute Pensumangabe verhindert Rückfragen und Missverständnisse, sie ersetzt jedoch keine fachliche Passung.
Woher die Beispiele stammen: aus der laufenden Arbeit an Bewerbungsdossiers für Kundinnen und Kunden aus Verwaltung, Pflege, Detailhandel, Gastronomie und Technik. Namen und Details sind verändert, die Muster sind es nicht. Wer den Ablauf kennenlernen möchte, findet ihn unter Ablauf, die Konditionen unter Pakete & Preise.
Pensum sauber platziert – im ganzen Dossier
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Nächster Schritt nach dem Pensum: der Eintrittstermin und die Kündigungsfrist – beide gehören in denselben Schlussabsatz.
Häufige Fragen zur Pensumangabe
Wo gebe ich das Pensum in der Bewerbung an?
Verbindlich im Schlussabsatz des Motivationsschreibens, zusammen mit dem Eintrittstermin. Zusätzlich gehört es in die persönlichen Angaben des Lebenslaufs, wenn Sie kein Vollzeitpensum suchen. Frühere Teilzeitstellen werden direkt bei der jeweiligen Station vermerkt.
Was bedeutet 100 % Pensum?
100 % entspricht einer Vollzeitstelle. Wie viele Stunden das sind, legt der Betrieb fest – üblich sind 40 bis 42 Stunden pro Woche. 80 % sind demnach vier Tage, 60 % drei Tage, 50 % zweieinhalb. Die Prozentzahl sagt nichts darüber aus, wie die Zeit verteilt wird.
Was schreibe ich, wenn das Inserat 60–80 % nennt?
Nennen Sie eine konkrete Zahl aus der Spanne und signalisieren Sie Beweglichkeit: «Bevorzugt 80 %, 70 % sind ebenfalls möglich.» Wer die Spanne nur wiederholt, wirkt unentschlossen. Mehr dazu im Abschnitt Wenn das Inserat eine Spanne nennt.
Muss ich das Pensum angeben, wenn ich Vollzeit suche?
Wenn das Inserat 100 % ausschreibt und Sie 100 % möchten, ist keine gesonderte Angabe nötig. Sobald Ihr Wunsch abweicht oder das Inserat eine Spanne nennt, gehört die Zahl ins Schreiben – sonst entsteht Klärungsbedarf, der Sie die Einladung kosten kann.
Kann ich das Pensum später noch verhandeln?
Ja, aber nur innerhalb dessen, was Sie angekündigt haben. Wer 100 % schreibt und im Gespräch 60 % möchte, verliert Glaubwürdigkeit. Wer eine Zahl mit Spielraum nennt, kann sachlich über Verteilung und Einstiegspensum sprechen – siehe Verhandlungsspielraum behalten.
Wie gebe ich frühere Teilzeitstellen im Lebenslauf an?
In Klammern hinter der Position: «Sachbearbeiterin Debitoren (80 %)». Das ist kein Makel, sondern eine Einordnung Ihrer Leistung. Ohne diese Angabe wirken parallele Stationen wie Widersprüche im Zeitverlauf.
Wirkt ein Teilzeitwunsch nachteilig?
Nicht, wenn er begründet und verlässlich formuliert ist. Problematisch wird es erst, wenn der Wunsch unklar bleibt oder mit Rechtfertigungen überfrachtet wird. Eine ruhige, konkrete Angabe wird meist als Planungssicherheit gelesen.
Pensum in Stunden oder in Prozent angeben?
In Prozent. Stundenangaben sind nur sinnvoll, wenn das Inserat selbst in Stunden ausschreibt – etwa bei Aushilfen im Stundenlohn. Wer Stunden nennt, wo Prozente erwartet werden, zwingt die Lesenden zum Umrechnen.
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